Finanzierung für Heizöllieferungen

Julian —  8. October 2012 — 4 Comments

In meiner Wohnung wird mit Erdgas geheizt, also kenne ich das Problem nur aus Erzählungen von Eigenheimbesitzern mit Ölheizungen: Wenn man nur einmal pro Jahr oder sogar nur alle zwei Jahre eine Öllieferung bekommt, kann die Rechnung schon recht hoch werden und den ein oder anderen stellt das wohl auch finanziell vor eine hohe Belastung. Logischerweise sollte man einfach jeden Monat ein bisschen was bei Seite legen um dann die nächste Ölrechnung locker bezahlen zu können, aber nicht jeder hat wohl die notwendige Disziplin dazu.

Da man inzwischen ja eigentlich jeden Mist finanzieren kann, frage ich mich, warum noch niemand auf die Idee gekommen ist, gleich bei der Lieferung eine Finanzierung mit anzubieten. Wenn man bei Google danach sucht, findet man zwar ein paar Anzeigen, aber letztendlich sind das ganz normale Kredite von Banken, die nur im Zusammenhang mit der Heizöllieferung beworben werden. Wobei die das gar nicht so schlecht machen, denn die werben vor allem mit der Preisersparnis. Durch den größeren finanziellen Spielraum kann man größere Liefermengen abnehmen, was einen geringeren Preis bedeutet und man damit letztendlich trotz der zu zahlenden Zinsen noch etwas sparen kann.

Ich würde das gleich als Heizölunternehmen anbieten: Als Kunde bestelle ich bei denen und gebe an, dass ich das finanzieren möchte, dann mache ich einen Antrag und wenn der bei der Partnerbank durchgeht, dann kommen die und liefern das Öl. Zahlen muss ich dann eben meine monatlichen Raten an die Bank. Fertig und letztendlich auch nix anderes als wenn ich in einer Mietwohnung mit Ölheizung wohne. Da finanziert das eben der Vermieter.

(Bild CC)

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4 responses to Finanzierung für Heizöllieferungen

  1. Kann leider auch nicht mit persönlichen Erfahrungen auftrumpfen, aber um das Ganze noch weiter zu führen:

    der Heizöllieferant könnte selbst die Finanzierung anbieten (nicht über Partnerbank) und hat damit:

    a) eine Wettbewerbsvorteil (natürlich nur solang das nicht alle machen ;) )
    b) einen stabilen Cashflow auch in umsatzschwächeren Monaten

    … nur meine Gedanken, aber ich beziehe weder Heizöl noch betreibe ich ein Lieferunternehmen, daher nur reine Vermutungen :)

    • Ich glaube nicht, dass das ein normaler Öl-Lieferant das finanziell schultern kann. Öl kostet ja eine Menge und der letzte in der Kette verdient sicher nur ein paar Cent pro Liter. Also müsste der Lieferant sehr sehr viel vorfinanzieren, kann nur 3 bis 5% dran verdienen, weil er sich ja mit einem normalen Konsumentenkredit vergleichen lassen muss und müsste sich noch was für den Zahlungsausfall einfallen lassen. Ich fürchte da wird man eine Bank brauchen, die das besser skaliert und in deren Risikoportfolio das untergeht. Oder das Ölunternehmen, also BP, o.ä. bietet den Endkunden direkt oder über die Lieferfirmen was an. Die hätten das Geld das vorzufinanzieren.

  2. Auch in diesem Bereich lohnt sich immer wieder ein Vergleich, denn die Unterschiede der Anbieter sind teilweise doch sehr groß.

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