Screenshot Alarms

Alarms ist ein praktisches Programm, um sich auf die Schnelle erinnern zu lassen. Im Prinzip ersetzt es denn Zettel auf den man alle die Dinge schreibt, die im Laufe eines Tages auf einen einprasseln und man aber nicht gleich erledigen kann. Also den Rückruf beim Kunden, das Lesen einer wichtigen E-Mail und das Review von Dokumenten, die unbedingt heute noch fertig werden müssen.

Das nützliche daran ist, dass man nichts manuell eintragen muss. Sondern man kann aus fast jeder Applikation einfach das entsprechende Dokument auf die Menüleiste ziehen. Da eröffnet sich eine Art Kalender, wie man ihn oben sehen kann und man legt das Dokument passend im Zeitstrahl ab.

Zu der ausgewählten Uhrzeit rutscht das Element in den allgemeinen ToDo Bereich und man wird dezent mit einem leichten Sound und/oder Growl an das Ereignis erinnert. Mit einem Klick wird dann gleich das verlinkte Dokument, also die E-Mail, der Hyperlink oder der Text geöffnet und man kann sofort loslegen. Natürlich kann man aber auch einfach manuelle Texteintragungen machen.

Ich finde das Programm sehr einfach und intuitiv zu bedienen. Ausserdem klinkt es sich sehr gut in einen normalen Arbeitsworkflow ein. Mein einziger Kritikpunkt wäre, dass ich die Erinnerungen etwas flexibler und individueller konfigurieren wollen würde. Aber das kommt ja vielleicht in einem der nächsten Releases. Auch so ist es schon ein sehr sehr nützliches Tool.

Alarms kostet auf der Website des Herstellers 12 EUR. Im Mac App Store gibt es die kleinere Version Alarms Express für 6 EUR, der allerdings die Synchronisierung mit iCal, die Keyboard Shortcuts und die Integration mit Growl fehlt.

Vor ein paar Tagen hatte ich gepostet, wann man am besten Tweets und Facebook Statusmeldungen absetzt und jetzt habe ich einen ähnlichen Beitrag zu  Blogposts gefunden. Der Autor Dan Zarrella versucht darin den optimalen Zeitpunkt für die Veröffentlichung von Blogposts zu ermitteln.

Da sich der Artikel zuerst auch über die Verbreitung durch Tweets und Statusupdates nähert, kommt er im Prinzip zu einem ähnlichen Ergebnis. Der Autor hat bei seinen Untersuchungen von ReTweets und Statusmeldungen den Freitag als besten Tag der Woche und etwa 4 Uhr Nachmittags als besten Zeitpunkt ermittelt. Also quasi nichts neues.

Interessant ist aber ein anderer Zusammenhang der sich ergeben hat, nämlich zwischen der Postfrequenz und der Beliebtheit eines Blogs. Bei Blogs die mehr als einmal pro Tag einen neuen Post publizieren ist die Anzahl der eingehenden Links etwa doppelt und die Anzahl der Besucher etwa vier mal so hoch:

Interessante Korrelation. Wobei man wie immer aufpassen muss, dass man Ursache und Wirkung nicht verwechselt. Es könnte durchaus sein, dass die erfolgreicheren Blogs einfach mehr Finanzkraft haben und sich deswegen auch mehr Autoren und damit mehr Posts / Tag leisten können.

(Foto CC von kenu)

Damit die neue Woche nicht zu produktiv wird, hier die interessantesten Links über die ich letzte Woche gestolpert bin:

Das ultimative Google Analytics Handbuch auf Deutsch

Angeblich das umfangreichste Google Analytics-Handbuch auf Deutsch und komplett frei und ohne Registrierung zu lesen. Es enthält nach eigenen angaben mehr als 110 ausgesuchten Quellen. Von Segmentierung bis hin zu regulären Ausdrücken, hier finden Sie alle Informationen über Google Analytics und dazu gehörende Produkte. Das Handbuch wird in regelmäßigen Abständen überprüft und aktualisiert.

How To Create Outstanding Modern Infographics

Infografiken sind ein tolles Marketing Tool, den in der Regel verbreiten sie sich von selbst, wenn andere Leute sie in ihr Blog aufnehmen oder darüber twittern. In diesem Tutorial wird gezeigt, wie man ansprechende Infografiken selbst erstellen kann.

Guten Start in die neue Woche,
Julian

“We have a strategic plan, it’s called doing things.”

Herb Kelleher

Herb Kelleher

Springwise

Springwise beschäftigt sich eigentlich ausschliesslich mit dem Thema Geschäftsideen. Die Firma hat angeblich ein weltweites Netzwerk aus 15.000 Leuten, die Ideen sichten und an Springwise weiterleiten. Dort wird das ganze von einem Autorenteam ausgewertet, bearbeitet und die besten Ideen in einem in dem englischen Blog veröffentlicht. Dazu gibt es einen täglichen und einen wöchentlichen Newsletter. Die neuen Ideen von Springwise haben meiner Meinung nach eine durchgehend hohe Qualität und es sind immer wieder beeindruckende Konzepte dabei. Zusätzlich positiv, dass man alle Inhalte auch per RSS im Volltext lesen kann.

Best Practice Business Blog

Das ist das deutsche Pendent zu Springwise. Der Autor Burkhard Schneider veröffentlicht seit 2005 “stetig neue Ideen und Lösungen, mit deren Hilfe Unternehmen erfolgreich werden wollen oder geworden sind”. Das bedeutet aktuell mehr als 5.000 Best Practice Beispiele, 1.800 Geschäftsideen und mehr als 1.000 Marketingideen. Nach eigenen Angaben ist das Blog der größte Ideenpool im deutschsprachigen Raum.

Kenn jemand noch gute und lesenswerte Blogs im Bereich Business-, Geschäfts- und Marketing-Ideen? Freue mich über Leseempfehlungen in den Kommentaren.

(Foto CC von pcambra)

Eigentlich ein recht banales Thema, aber dann doch wieder irgendwie spannend. Gibt es einen optimalen Zeitpunkt für Blogposts, Tweets oder Facebook Statusmeldungen? Muss es ja eigentlich. Zumindest gibt es sicher einen falschen Zeitpunkt. Da besonders bei Twitter ja ein unablässiger Stream an neuen Tweets nachkommt, macht es wenig Sinn als B2B Anbieter nachts etwas zu twittern. Bis das die potentiellen Adressaten das am nächsten Tag, wahrscheinlich während ihrer Arbeitszeit lesen können, sind schon genug neue Meldungen dazu gekommen. Und wer liest denn schon alles rückwärts nach?

Auf Karrierebibel habe ich eine Infografik gefunden: eine Agentur hat 500.000 Meldungen und 5 Mio Klicks auf die Meldungen Ihrer Kunden untersucht und versucht ein Muster zu finden. Zumindest für den B2B Bereich fand ich die Ergebnisse wenig überraschend:

Bei Twitter:

  • Unter der Woche ist besser als am Wochenende
  • Tagsüber ist besser als nachts
  • Es gibt kaum einen Unterschied bei den Wochentagen

Bei Facebook verhält es sich leicht anders:

  • Der Unterschied zwischen Wochenende und unter der Woche ist nicht sehr groß
  • Tagsüber ist deutlich besser als nachts
  • Montag und Freitag besser als Dienstag und Donnerstag. Mittwoch ist am schlechtesten

Dass die Daten bei Facebook und Twitter unterschiedlich sind überrascht mich etwas. Vielleicht weil bei Facebook doch weniger durchrauscht und mehr nachgelesen wird. Dass Facebook auch am Wochenende ankommt, müsste ja fast daran liegen, dass die Leute Twitter am Wochenende weniger benutzen als Facebook.

Wie sich das ganze bei Blogposts verhält, wurde nicht untersucht. Im NETWAYS Blog halten wir es aber so, dass wir neue Blogposts nur an Wochentagen und da möglichst während der Arbeitszeit online stellen. Zwar werden Blogposts noch mehr nachgelesen als Tweets und Statusmeldungen, aber die Wahrscheinlichkeit das der Post gelesen wird ist meiner Meinung nach so am größten. Da wir die Blogposts auch per Twitter verkünden, versuchen wir sogar die Mittagspause zu vermeiden.

(Foto CC von daniloramosweb)

Im Rahmen unserer Weltreise habe ich mehrfach gelesen, wie wichtig es ist, alle möglichen Informationen für den Notfall immer mit sich zu führen, am besten in Form einer Notfallkarte. Darauf sollten Informationen sein wie Name, Adresse, Nationalität, Kontaktinformationen von Angehörigen, Blutgruppe, Sperrnummern der Kredit- und Bankkarten und andere wichtige Infos. Der Rat lautete meistens sich diese Informationen zusammenzustellen, mehrfach auszudrucken, wasserfest zu laminieren und dann an unterschiedlichen Stellen bei sich zu tragen. Also im Geldbeutel, in der aktuell getragenen Kleidung, im Rucksack und im Daypack. Auch wenn wir das selber natürlich(tm) nicht gemacht haben, finde das ist eine sehr sinnvolle Sache, die man eventuell professionalisieren könnte. Ich stelle mir das in etwa so vor:

Geführte Abfrage der Daten

Man registriert sich bei einer Website und legt dort ein persönliches Profil an. Zur Abfrage seiner Daten wird man mittels eines Assistenten geleitet, der alle möglichen Dinge über einen abfragt. Durch ergibt sich schon der Vorteil, dass man nichts wichtiges vergessen kann. Wichtig ist, dass man den Assistenten jederzeit unterbrechen und später an der gleichen Stelle weiter machen kann. Viele Informationen, wie bsp. die Blutgruppe hat man ja vielleicht gerade nicht zur Hand und muss sie erst noch besorgen. An dieser Stelle wäre auch ein Hinweis gut, wo man die Daten bekommen kann und evtl. ein Reminder, was noch fehlt. Auch später kann der Dienst immer mal wieder neue Daten (bsp. eine neue, aber wichtige Impfung) aufnehmen und seine User erinnern diese Daten nachzutragen. Einmal pro Jahr wäre ein Reminder gut sein Daten auf den aktuellen Stand zu bringen.

Die Premiumpakete könnten sich hier schon unterscheiden, indem man mehr Informationen, beispielsweise auch in Form gescannter Dokumente und mehrere Zugriffsebenen festlegen kann. Im kleinsten Paket muss man sich die Notfallkarte nun selbst ausdrucken und selbst laminieren. Hat man eines der bezahlten Pakete gebucht, werden echte Plastikkarten zentral erstellt und man bekommt sie wenige Tage später per Post zugeschickt. Auf der Karte selbst befinden sich alle lebenswichtigen Daten direkt, also Name, Nationalität, die Kontaktdaten von Angehörigen. Alle weiteren Daten und Informationen sind zentral hinterlegt. Auf der Karte befinden sich ein Link oder eine Telefonnummer, sowie ein Code, mit dem die Informationen abgesichert sind, sowie eine Anleitung zum Abruf der Daten in den wichtigsten Sprachen.

Den Code, sowie Teile der Informationen könnte man mit einem Rubbelfeld, dass an erst abkratzen muss, schutzen. So weiss man zumindest, wenn jemand auf die Infos oder dern Code zugegriffen hat.

Vorgehensweise im Notfall

Die Karte ist natürlich in Signalfarben und mit den entsprechenden Symbolen für medizinische Infos und allgemeine Notfälle versehen. Wie beschrieben befinden sich die wichtigsten Infos direkt auf der Karte. Weiter Infos und den Sicherheitscode erhält man nach Abrubbeln der Schutzschicht. Den Code kann man nun online eingeben oder unter einer der internationalen Hotline Nummern anrufen und bekommt dann Zugriff auf weitere Informationen. Hinterlegte Angehörige werden durch den Zugriff auf die Informationen automatisch verständigt. Es sei denn man ruft selbst an und fragt seine eigenen Informationen ab.

Monetarisierung

Ich würde ein Fremium Model machen. Das kleinste Paket ist kostenlos, die weiteren Pakete kosten eine jährliche Gebühr. Etwa so in der Art:

Free Standard Premium
Basisinfos x x x
Online Abruf x x x
Erweiterte Infos x x
Automatische Benachrichtigung x x
Ablage von med. Dokumenten x
Telefonischer Abruf x

 

Man könnte das ganze auch kombinieren mit entsprechenden Versicherungs- oder Hilfeleistungen. Beispielsweise eine jährliche Auslandskrankenversicherung, einer Absicherung für medizinischen Rücktransport oder ähnlichem. Entweder direkt in das Produkt mit integrieren oder zumindest durch die Vermittlung Provisionen verdienen. Nachdem einem ja inzwischen sogar die Lufthansa beim Buchen eine Versicherung aufschwatzen will, scheint da ja nichts unangenehmes mehr dran zu sein.

Probleme / Fazit

Das größte Problem scheint mir die Absicherung der Daten. Zum einen will man natürlich nicht, dass jemand unbefugt auf die Daten zugreift. Auf der anderen Seite wäre ich froh, wenn ich bewusstlos in einem thailändischen Krankenhaus liege, dass die dann alle Infos bekommen die sie brauchen. Da muss man einen vernünftigen Kompromiss finden. Für mich wäre es OK, wenn man an die wichtigsten Sachen sofort kommt und das mittelwichtige Zeug durch das Abrubbeln geschützt ist. Das bietet sogar etwas mehr Schutz als die Infos einfach im Geldbeutel zu haben, denn ich kann am Rubbelfeld sehen, wenn sie kompromittiert wurden. Und die wirklich heiklen Sachen bekommt man nur, wenn man anruft und den Code vorliest. Das bietet noch einmal etwas zusätzliche Sicherheit.

(Foto CC von kwein_01)

(Foto CC von billward)

Ich bin gerade über einen Artikel in einem Forum gestolpert, wo jemandem auf der Reise nach Amerika der Koffer abhanden gekommen ist und auch die Gepäckermittlung der Flugline nach mehr als 2 Wochen ihn nicht gefunden hat. In dem Post fragt er, wo der Koffer sein könnte. Ich vermute mal, um nun selbst danach zu recherchieren.

Als ich das gelesen habe, war meine erste Idee, dass es doch sicher Firmen geben wird, die in genau diesem Fall professionell ermitteln. Also im Prinzip so etwas wie eine Privatdetektei, die auf verlorenes Gepäck spezialisiert ist. Scheint es aber nicht zu geben. Zumindest hat Google sowohl mit deutschen, wie auch mit englischen Suchbegriffen keine Treffer ausgespuckt und es gab auch keine Adwords zu diesem Thema.

Auf den ersten Blick könnte das ein Markt zu sein. Auf verschiedenen Webseiten kann man lesen, dass jedes Jahr zwischen 25 und 30 Millionen Gepäckstücke nicht zusammen mit dem Passagier am Zielflughafen ankommen. Davon sollen allerdings 95% innerhalb der ersten 5 Tage wieder auftauchen. Das sind aber immer noch ca. 1,3 Millionen Gepäckstücke die länger brauchen oder nie mehr auftauchen. Auf einer anderen Seite habe ich gelesen, dass etwa 200.000 Gepäckstücke letztendlich nie mehr auftauchen. Ich könnte mir schon vorstellen, dass einige dieser Koffer einen erheblichen Wert haben und sicher auch einige Leute bereit wären für eine professionelle und von einer einzelnen Airline unabhängige Suche etwas zu bezahlen. Ich habe zwar noch nie einen Koffer entgültig verloren, aber ich kenne das von der Deutschen Post. Ich habe nicht gerade sehr viel Vertrauen in einen Nachforschungsauftrag bei dem Unternehmen, dass den Brief / Koffer ja vorher erst verloren hat. Würde deren Tracking funktionieren, wüssten sie ja wo der Brief / Koffer ist und müssten nicht erst nachforschen. Zumal es ja auch keine richtige Incentivierung gibt, den Brief / Koffer wiederzufinden. Der Kunde ist ja schon verärgert. Bei einem darauf spezialisierten Unternehmen, könnte es neben einer Grundgebühr auch eine Prämie geben, wenn das Gepäckstück am Ende wieder auftaucht.

Natürlich braucht es da jemanden, der sich in der Luftfahrtbranche ein bisschen auskennt. Also wie funktioniert das Gepäckhandling an den unterschiedlichen Flughäfen eigentlich? An welche Firmen ist das outgesourced? Welche Datenbanken und Schnittstellen gibt es da, usw. Und ein paar bestehende Kontakte in die Branche wären sicher auch von Vorteil. Ich kann mir aber trotzdem vorstellen, dass man, wenn man dieses Know How hat, ein Callcenter aufbauen kann, dass sich dieser Aufgabe annimmt und versucht verlorene Koffer wieder zu beschaffen ohne überall vor Ort sein zu müssen.

Mit verschiedenen Serviceleveln könnte man die unterschiedliche Wertigkeit des Gepäcks adressieren: Eine rein telefonische Recherche nach dem Koffer könnte vergleichsweise günstig angeboten werden, wenn das Gepäck des Kunden wertvoller ist, könnte sich vor Ort ja sogar jemand auf den Weg machen und versuchen den Koffer aufzuspüren. Das könnten ja Leute sein, die sowieso am Flughafen arbeiten oder gearbeitet haben und sich so etwas dazu verdienen.

Keine Ahnung ob das letztendlich zu einem vernünftigen Preis zu realisieren ist und ob es genug Leute gibt, die bereit wären für diese Leistung Geld auszugeben, aber es ist zumindest ein Service, den bis jetzt niemand anzubieten scheint. Die Vermarktung wäre sicher vergleichsweise einfach. Da es noch keinen Wettbewerb gibt, sollten sich Top Positionen bei Google leicht erreichen lassen. Zusätzlich könnte man mit AdWords oder später mit Prospekten in der Nähe der Lost & Found Schalter an den Flughäfen werben.

(Foto CC von reverses)

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