Es gibt ja schon eine Menge neuer Ideen in der Gastronomie was die Preisgestaltung angeht: Das älteste Beispiel sind wohl die All-You-Can-Eat Buffets. Neuere Beispiele sind Kneipen in denen der Bierpreis nach Angebot und Nachfrage dynamisch bestimmt wird oder die Pay-As-Much-As-You-Want Geschichten, wo man nach dem Essen einfach soviel bezahlt, wie einem die Sache wert war. In Torronto oder Tokyo gibt es sogar Cafes in denen man kostenlos essen kann, denn ein Markensponsor übernimmt hinterher die Rechnung.

Eine neue Idee kommt jetzt aus Russland. Im Moskauer Babochki Anticafé bezahlt man 1,5 Rubel (etwa 4 Cent) pro Minute für den Aufenthalt. Alles weitere, also Essen und Getränke ist komplett kostenlos. Für den Minutenpreis bietet das Cafe verschiedene Getränke sowie Tee, Kaffee und Desserts, die Besucher dürfen aber auch mitgebrachte Speisen und Getränke verzehren. Daneben gibt es verschiedene Brettspiele, eine Xbox, WiFi und einen Filmraum.

Eine interessante Idee, die sicher auch viel PR einbringen wird. Bei der Menüauswahl muss man ein bisschen aufpassen, dass man keine zu teuren Dinge auf der Speisekarte hat und ein bisschen kann man durch die Zubereitungszeit ja auch nachhelfen. Interessant auch der Aspekt, dass die Besucher, je länger sie bleiben auf jeden Fall auch mehr bezahlen. In einem normalen Restaurant ist das ja nicht immer so. Insbesondere wenn irgendjemand mit dem Notebook und einem Glas Wasser ein Cafe zum Coworking Space umfunktioniert.

(via)

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Weil Produkte mit einem guten Design das Selbstwertgefühl heben:

Just as good looks bestow an unconscious “beauty premium” on people, high aesthetics bestows an unrecognized benefit on consumer goods. Specifically, choosing a product with good design affirms the consumer’s sense of self. Choice of a highly aesthetic product was compared with choice of products superior on other attributes including function, brand, and hedonics to show that only aesthetics influences a consumer’s personal values. In study 1 a prior self-affirming task leads to a decrease in choice share of a highly aesthetic option. Studies 2 and 3 mimic prior research on self-affirmation with, however, choice of a highly aesthetic product replacing a traditional self-affirmation manipulation.Choosing a product with good design resulted in increased openness to counter-attitudinal arguments and reduced propensity to escalate commitment toward a failing course of action. There are numerous implications of this form of self-affirmation, from public policy to retail therapy.

Quelle: “Self-Affirmation through the Choice of Highly Aesthetic Products” from Journal of Consumer Research (via)

10 Wege um kreativer zu werden:
  1. Buche einen Flug: Reisen, Bewegung und die Begegnung mit anderen Kulturen erhöhen die Kreativität.
  2. Umgib Dich nicht mit der Farbe Rot, bleibe besser bei Blau.
  3. Lasse Dich zurückweisen.
  4. Kaufe eine Topfpflanze.
  5. Rede Dir ein, dass Du Probleme für jemand anderen löst oder tu so als wärst Du ein Kind.
  6. Lerne eine andere Sprache.
  7. Denke an Liebe, nicht an Sex.
  8. Hoffnungsvolle Mitarbeiter und zu selbstsichere Chefs sind kreativer. Kreativ zu sein, hindert einen aber eher in der Karriere.
  9. Mache eine Pause uns sei nicht so streng zu Dir.
  10. Lächle. Oder runzle die Stirn, während Du glücklich bist. Egal wie, sei auf jeden Fall glücklich.

Englischer Originalpost von Eric Barker. Das ganze Blog ist sehr lesenswert.

(Bild von opensourceway)

Die Links zum Sonntag

Julian —  11. March 2012 — Leave a comment

Hier die interessantesten Links über die ich diese Woche gestolpert bin::

Abo-Commerce – 22 spannende Konzepte aus Deutschland :: deutsche-startups.de

Passend zu meinem Abo Commerce Artikel neulich, stellt Deutsche Startups hier 22 verschiedene Konzepte aus diesem Feld vor. Von Tierfutter, über Büromaterial oder Snacks für den Arbeitsplatz, Sachen zum Kochen, usw. Insgesamt finde ich das Theme Abo im B2B Bereich interessant. Da ist man nämlich sicher bereit für die Zeitersparnis ein bisschen mehr zu bezahlen.

Y Combinator: Startup Ideas We’d Like to Fund

Wem gerade nicht einfällt mit welcher Startup-Idee er es demnächst probieren soll, kann sich ja ein bisschen von dieser Liste inspirieren lassen, die Y Combinator aufgestellt hat. Der VC ist unter anderem an AirBnB und Dropbox beteiligt.

Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Europa ist doomed

Das ist mal eine interessante Korrelation: Im der Deutschen Grammatik gibt es eine starke und eine schwache Zukunftsform “morgen regnets”, vs. “morgen wirds regnen”. In vielen anderen Ländern aber nicht und genau diese Länder haben alle Probleme mit ihrer Zukunft. Untersucht wurde das im Bereich Finanzen & Gesundheit. Und jetzt mal raten, welches diese Länder/Sprachen sind: Englisch, Französisch, Portugiesisch, Italienisch, Irisch, Griechisch und Spanisch. Bis auf Frankreich genau die Länder, die ein Schuldenproblem haben.

Procrastination Is Essential to Innovation – Whitney Johnson at HBR

Durch das Aufschieben einer (auch eigentlich angenehmen) Aufgabe, entsteht eine wesentlich größere Anspannung, wenn das Ende der Deadline naht. Diese Angst führt dann, zumindest wenn sie nicht zu stark wird, zu wesentlich mehr Innovation und natürlich auch Aktivität. Also eine Art Flow Zustand, wenn man so will. Full Disclosure: Bei mir funktioniert das genau so.

How to Ask for Business on Facebook, Twitter | Entrepreneur.com

Eigentlich selbstverständlich, aber trotzdem haben viele Leute ein Problem damit, sehr direkt zu fragen, nach dem was sie wollen. In diesem Fall Geschäft. Der Artikel gibt ein paar Anregungen, wie man das macht und elegant verpackt.

Schönes Wochenende,
Julian

Eine Studie in den USA hat gezeigt, dass Unternehmen, die ein Produkt zuerst für sich selber schaffen und dann erst später damit als Anbieter auftreten, erfolgreicher sind als Unternehmen, die das nicht machen:

A study released by the Kauffman Foundation on Wednesday showed that entrepreneurs who first create products for their own use and commercialize them later wind up creating companies with longer staying power.

These so-called “user entrepreneurs” account for only 10.7 percent of all U.S. start-ups, but 46 percent of of start-ups that have lasted five years of more. The report also found a link between these user entrepreneurs and “innovative” startups, defined as those that performed R&D during their first year of operations.

 Der Zusammenhang ist interessant, aber wahrscheinlich leicht zu erklären. Ich vermute mal, dass die Produkte einfach besser werden, wenn man selbst Nutzer ist. Man kennt schliesslich die Anforderungen und Probleme viel besser.

“My son is now an ‘entrepreneur’. That’s what you’re called when you don’t have a job.”

Ted Turner

My son is now an ‘entrepreneur’. That’s what you’re called when you don’t have a job. – Ted Turner

Mythos Geschäftsidee

Julian —  9. March 2012 — Leave a comment

Gurbaksh Chahal kam im Alter von 4 Jahren von Indien in die USA. Als er wegen Problemen die Schule geschmissen hatte, beschloss er sich selbständig zu machen. Seine erste Firma für online Werbung hat er für 40 Millionen und seine zweite für 300 Millionen US Dollar verkauft. Aktuell arbeitet er an der Dritte.

In diesem Video widerspricht er dem Mythos, dass man unbedingt eine brandneue Geschäftsidee braucht, um ein erfolgreiches Geschäft zu starten:

Nach den 10 Geheimnissen um glücklicher und intelligenter zu werden, jetzt noch 10 Psycho-Tipps zum Thema Produktivität:

  1. Ein Geheimnis, um mehr zu erreichen, ist Automation
  2. Fortschritt motiviert uns mehr als alles andere
  3.  Was motiviert uns wirklich? Hier ist ein Tipp wenn es schneller gehen muss
  4. Männer und Frauen nutzen ihre Arbeitszeit unterschiedlich
  5. Wenn Du mit dem Chef sprichst, benutze besser Zahlen
  6. Kontrolle über den Zeitplan verhindert geistige Erschöpfung
  7. Hör auf Deine Mails in Order zu sortieren
  8. Es gibt Regeln nach denen Dein Gehirn funktioniert.
  9. Gestikulieren hilft beim Lernen
  10. Es gibt einen schnellen und einfachen Weg seine Performance zu verbessern

Englischer Originalpost von Eric Barker. Das ganze Blog ist sehr lesenswert.

(Bild von alexanderwitt)

Volume up & Vollbild (via Gilly)

Die Montagslinks

Julian —  5. March 2012 — Leave a comment

Hier die interessantesten Links über die ich letzte Woche gestolpert bin::

Edit Flow

Edit Flow ist ein seht praktisches AddOn für WordPress, wenn mehrere Leute an einem Blog schreiben. Es führt neben Entwurf und Review noch weitere Status ein, mit denen man den Blogworkflow besser gestalten kann und mit dem Kalender lassen sich die Zeiten zu denen die Posts freigeschaltet werden besser steuern. Daneben gibts noch Budgetverwaltung, interne Kommentare und weitere nützliche Features.

Mighty Notes – Increase business productivity with this FREE note-taking instructional guide!

Mighty Notes ist keine App und keine Software, sondern System, wie man bessere Notizen mit Stift und Zettel macht. Das ganze besteht aus einer PDF Anleitung, die man nach einer kurzen Registrierung kostenlos herunterladen kann. Der Anbieter bitte nur um ein Spende, wenn man mit dem System Erfolg hat.

Guten Start in die neue Woche,
Julian