Das wird ja immer besser. Zuerst hat eine Studie herausgefunden, dass Alkohol die Kreativität anregt und daher die Fähigkeit Probleme zu lösen verbessert. Dann haben schottische Wissenschaftler herausgefunden, dass Leute die regelmässig mit Kollegen trinken gehen mehr verdienen. Jetzt hilft der Alkohol auch noch beim Erreichen von Zielen:

Eine Studie hat herausgefunden, dass Alkohol den Blickwinkel auf Ziele verändert und zwar weg von der Machbarkeit, mehr hin zur Attraktivität des Ziels. Dadurch denken wir mehr darüber nach was wir wollen und weniger wie realistisch es ist das Ziel auch zu erreichen. Das sollte ja eigentlich jeder, der besoffen irgend einen Blödsinn gemacht hat, ganz gut kennen.

In diesem Blogpost hat der Autor ein paar Ideen, wie man sich das zu nutze machen kann:

In other words, for people who are bad at cost-benefit analysis because they are too risk-averse, alcohol can occasionally nudge them to make better decisions by shifting the lens through which they view costs and benefits from one that focuses on feasibility to one that focuses on desirability. (Emphasis on occasionally. This probably is not the case when it comes to deciding whether to toilet paper you boss’ house.) On the other hand, for people who do a good job weighing the desirability and feasibility of certain outcomes, alcohol is less likely to be beneficial.

Jetzt fehlt nur noch, dass Alkohol auch noch schön macht. Wenn ich das auch noch finde, fange ich nächste Woche an zu trinken.

Flugmeilen und andere Bonuspunkte zu sammeln hat in Deutschland ja nicht gerade den besten Ruf. Es gibt Bedenken wegen des Datenschutzes und dann haben die zahlreichen Affären um das Thema, jüngst ja auch beim Bundespräsidenten, nicht gerade zu einer Besserung des Rufs beigetragen.

In des USA ist man da etwas pragmatischer. Dort scheinen sich wesentlich mehr Leute für das Thema zu interessieren, was man an der Zahl der verschiedenen Blogs zu diesem Thema etwas ablesen kann. Ich habe allerdings auch das Gefühl, dass man in den amerikanischen Programmen wesentlich mehr sparen kann als bei uns, beispielsweise kann man bei den US Airways Dividend Miles, immer mal wieder im Rahmen von Aktionen Meilen einfach kaufen und dann für ca. 2.500 EUR in First Class nach Australien fliegen. Weil die in der Star Alliance sind, sogar mit Lufthansa, wo das regulär wahrscheinlich 13.000 EUR oder mehr kosten dürfte. Wie das genau geht, habe ich mal drüben bei Long Time Out beschrieben.

Aufwendige manuelle Meilenverwaltung

Das Problem an der Sache ist aber, dass man eine ganze Menge Zeit zur Verwaltung seiner Meilen und der entsprechenden Aktionen aufwenden muss. Nach dem Fliegen sollte man beispielsweise immer kontrollieren, ob die entsprechenden Meilen auch gutgeschrieben wurden, da das nur relativ unzuverlässig klappt. Des weiteren wird man immer mal wieder mit verschiedenen Programmen zu tun haben. Zwar gibt es Alliancen, aber wenn man nicht gerade von seinem Arbeitgeber immer die selbe Airline und die selbe Hotelkette bezahlt bekommt, wird man eher nach den preiswerten Angeboten suchen und dann automatisch Punkte in einer Vielzahl an Programmen sammeln. Die meisten Bonuspunkte verfallen aber nach zwei Jahren, so dass man regelmäßig nachsehen muss, wann welche Punkte verfallen und mit welchen Angeboten sie man noch nutzen könnte. Schon das ist recht aufwendig, die Suche nach einer Prämie gestaltet sich dann auch noch einmal schwierig, den gerade bei Flügen gibt es komplizierte Bedingungskonstruktionen zu beachten. Dazu kommen die verschiedenen Statuslevels, mit denen man dann in den Genuss einiger Vielfliegerprivilegien, wie mehr Gepäck, Loungezugang auch wenn man Eco fliegt oder günstigere Upgrades kommt. Es gibt inzwischen viele Leute denen es der Senator Status wert ist, kurz vor Jahrensende noch mal schnell über Zürich nach New York zu fliegen und einen sogenannten Mileage Run zu machen. Kein Wunder also, dass diese Themen in verschiedenen Internetforen wie dem Vielfliegerforum, Vielfliegertreff oder international bei Flyertalk mehr als umfangreich diskutiert werden.

Individuell zugeschnittene Informationen

Einfacher wäre es allerdings, wenn mir ein online Tool diese ganze Arbeit abnehmen würde. Auf der Website hinterlege ich alle meine Punkteprogramme mit den entsprechenden Account- und Zugangsdaten. Die Anwendung ruft dann bei den Programmen meine Kontoauszüge ab und verwaltet meine Punkte. Da die Anwendung dadurch weiss in welchen Programmen ich Punkte samme und wie mein Punktestand ist, kann sie mir genau darauf zugeschnittene Informationen zusenden. Beispielsweise:

  • Benachrichtigung bei neuen Punkten, so dass eine manuelle Kontrolle nach Flügen entfällt
  • Rechtzeitige Warnhinweise vor dem Verfall von Punkten
  • Regelmässige Hinweise auf besondere Aktionen zum Punktesammeln “Doppelte Punkte Aktionen”, etc.
  • Regelmässige Hinweise auf spezielle Aktionen zum Einsatz von Punkten, wie “Meilenschnäppchen”

In den USA gibt es einige solche Dienste, wie AwardWallet, MileageManager, points.com oder mileport, aber in Deutschland oder zumindest Europa ist mir da noch nichts bekannt. Ausprobiert habe ich bisher nur points.com, denn das scheint kostenlos zu sein, aber ich vermisse da doch eine sehr große Menge an Funktionen und ich würde mich eher auf eine sehr gute Integration der wichtigsten Programme, statt auf Masse konzentrieren. Und dann gibt es ja auch noch speziell deutsche Programme, wie PayBack, die die Amis ja auch nicht integriert haben.

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Washington Express, eine Art Kurierdienst in Washington, DC, USA bietet unter anderem auch “line standing services” an:

Do you need to attend a congressional or judicial hearing but don’t have the time to stand in line? Washington Express, a leader in DC area courier services, provides professional, competitively priced line-standing and seat holding services for congressional and judicial hearings.

Our rate for line standing is $40.00 per hour and Supreme Court line standing is $50 per hour. Washington Express has provided line-standing and seat-holding services for over 20 years, and in that time, we have developed significant expertise in all of the sometimes complex details of seat holding and linestanding.

Keine schlechte Idee und in den Hauptstädten dieser Welt gibt es dafür sicher auch jede Menge Bedarf.

(via; Bild CC von saxonmoseley)

Vor ein paar Tagen hatte ich gebloggt, dass Alkohol das kreative Problemlösen fördert. Jetzt behauptet die Karrierebibel jetzt auch noch, dass es reicher macht, sich regelmässig einen hinter die Binde zu kippen. Allerdings nur in Gesellschaft:

Wenn also schon mit den anderen raus, dann vielleicht nur auf einen Drink. Denn Menschen, die moderat, aber regelmäßig mit Kollegen trinken, verdienen im Schnitt 17 Prozent mehr als Abstinenzler. Das zumindest haben Wissenschaftler der schottischen Universität Stirling beim Vergleich von 17.000 Arbeitnehmer-Karrieren ermittelt. Begründung: Das gemeinsame Bierchen fördere Vertrauen und Kameradschaft – und das nutze später bei der Beförderung. Na dann: Prost!

Leider ist keine Quellenangabe dabei, so dass man nicht nachprüfen kann, ob die schottischen Wissenschaftler seriös gearbeitet haben oder sich nur ihren eigenen Alkoholkonsum schön reden wollen. Aber eine gewisse Plausibilität kann man dem ganzen nicht absprechen, denn wer mehr mit den Kollegen unternimmt ist auf jeden Fall besser vernetzt und erfährt einiges, was im Büro nicht als Memo verschickt wird.

Die Links zum Sonntag

Julian —  1. April 2012 — Leave a comment

Hier die interessantesten Links über die ich diese Woche gestolpert bin:

Versteckte Fallen bei Investorenverträgen – deutsche-startups.de

Investorenverträge sind in der Regel sehr speziell und individuell verhandelt und ein Investor wird für sein Geld versuchen möglichst viel Einfluss im Startup zu haben. Der Post beschreibt die beliebtesten Fall in Investorenverträgen und wie sie funktionieren.

Starting a Bank — Matt Mullenweg

Matt Mullenweg ist der Gründer von Schöpfer von WordPress und Gründer von Automattic, die beispielsweise wordpress.com betreiben. Er schreibt, dass er, wenn er nicht an WordPress arbeiten würde, am liebsten eine Bank gründen würde. Und zwar eine Bank, die nach etwas anderen Regeln als bisher funktioniert. Sehr interessante Ideen dabei.

Schönes Wochenende,
Julian

“Ideas are commodity. Execution of them is not.”

Michael Dell

Michael Dell

Ich hatte ja neulich schon geschrieben, dass ich Ideen, die Social Media mit echten, anfassbaren Produkten verbinden, sehr spannend finde und auch gleich ein paar Beispiele vorgestellt. Da kannte ich allerdings das ultimative Produkt, dass man mit seinen oder fremden Tweets individualisieren kann noch nicht: Shitter druckt Tweets auf Toilettenpapier.

Das tolle ist, dass man nicht nur seine eigenen Tweets zu Papier bringen kann, sondern noch viele weitere Auswahloptionen hat: Neben beliebigen fremden Accounts kann man auch die eigene Timeline, die eigenen Tweets, alle Favoriten und sogar beliebige Twitterlisten drucken lassen. Da lohnt es sich, wenn man rechtzeitig eine Twitter Liste mit den wichtigsten Wettbewerbern erstellt hat.

Der Preis ist mit 35 US$ zzgl. Shipping leider nicht ganz billig, aber als Geschenk für einen lieben Kollegen kann man das schon einmal ausgeben. Ich habe mir jedenfalls gleich einen kompletten Jahresvorrat mit den Tweets von @gethash zugelegt. Denn da wächst endlich zusammen was zusammen gehört.

Bei PadInTheCity in Madrid kann man sich für Stadttouren iPads mit vorkonfigurierten 3G und jeder Menge vorinstallierter Apps zu Madrid ausleihen. Ich finde das eine interessante Idee. Zum einen ist ein iPad schon ein guter Reiseführer, insbesondere wenn man vor Ort Infos zu weniger touristischen Spots finden will, die eben nicht in jedem Reiseführer drin stehen. Und zum anderen umgeht man die ganzen Probleme mit den lokalen UMTS Netzwerken, weil das Ding ja schon entsprechend vorkonfiguriert ist. Ein iPad kostet 25 EUR pro Tag, dafür bekommt man es aber auch ins Hotel geliefert und es sind alle Datenkosten bereits enthalten. Die Firma arbeitet wohl mit Hotels und Konferenzveranstaltern zusammen.

Angeblich funktioniert das Konzept so gut, dass der Anbieter aus Madrid schon über eine Expansion in andere Städte nachdenkt. Da stehen aktuell London und New York auf dem Plan. Mit der Idee kann man aber sich noch in anderen Städten durchstarten.

(via, Bild CC von thms)

  1. Wer jeden Tag ein bisschen übt, verbesserte seine Willenskraft mit der Zeit
  2. Als Quickfix: Muskeln anspannen, gerade hinsetzen und die Arme verschränken. Oder einfach an Geld denken.
  3. Ausreichend essen und schlafen. Letzteres hilft sogar gegen Zeitverschwendung im Internet.
  4. Deine Umwelt ist wichtig, denn Deine Umgebung hat viel mehr Einfluss als Du denkst.
  5. Nur nicht überheblich werden: Wenn Du denkst Du hast ausreichen Selbstdisziplin,  führt das eher zum versagen. Manchmal sind die kleinen Versuchungen schlimmer als die ganz Großen.
  6. Sag niemals “nie wieder”, denn damit machst Du die Sache nur noch schlimmer.
  7. Der Schlüssel einer Versuchung zu widerstehen ist, sie eigentlich nur aufzuschieben. 
  8. Verbessere Deine Haltung und Deine Willenskraft wird sich auch verbessern. Disziplin in einem Bereich färbt auch auf andere Bereiche Deines Lebens ab.
  9. Noch ein Quickfix gefällig? Kauf Dir einen Spiegel.
  10. Selbstdisziplin ist ein besserer Indikator für Erfolg als der IQ.

Englischer Originalpost von Eric Barker. Das ganze Blog ist sehr lesenswert.

 

 

Meine letzte Geschäftsidee war ja eine 24/7 Kinderbetreuungsstädte. Also quasi ein kleiner und wahrscheinlich etwas exklusiverer Kinderhort, in dem man seine Kinder mit einer recht kurzen Vorlaufzeit auch Nachts und am Wochenende unterbringen kann. Beispielsweise bei Notfällen, statt einem Babysitter oder bei beruflichen Notwendigkeiten.

Auch wenn das hier in meinem Blog die am Idee mit der besten Bewertung ist, fürchte ich doch, dass sie wegen der Kosten nur sehr schwer umzusetzen ist. Wahrscheinlich wird es einfach zu teuer und ich bin mir nicht sicher, ob man in einer normalen Stadt wie Nürnberg ausreichend Eltern finden kann, die 800 EUR oder mehr jeden Monat in die Betreuung ihrer Kinder investieren können. Naja, vielleicht in München.

Wie man das ganze aber trotzdem realisieren könnte, wäre eine Art Netzwerk mit bestehenden Einrichtungen. Also angenommen 7 Einrichtungen in einer Stadt arbeiten zusammen und jede übernimmt einen Wochentag lang, die 24/7 Betreuung. Ich würde vermuten, dass die zusätzlichen Kosten durch den einen Nachtdienst pro Woche vergleichsweise niedrig sein werden. Die komplette Infrastruktur ist ja schon vorhanden, also verursacht eigentlich nur das zusätzliche Personal nennenswerte Kosten.

Die Geschäftsidee daran wäre, dass man als Externer die Organisation übernimmt und diese Leistung nach aussen anbietet und abrechnet, nach innen aber dann bestehende Kindertagesstätten, Horts usw. nutzt. Quasi als Betreiberfirma eines Netzwerks. Die Leistungen wären beispielsweise das Suchen, Evaluieren und Einbinden neuer Partner in das Netzwerk, externe Kommunikation wie Betrieb der Website und Vertrieb, interne und externe Abrechnung, eventuell Abholen und Bringen der Kinder, usw. Meiner Meinung nach sind das eine Menge Mehrwerte, für die man auch einen guten Preis verlangen kann, der aber sicher günstiger sein wird, als wenn man die komplette Infrastruktur selbst betreiben müsste.

Fast eine klassische dreifach Win Situation. Einmal für den Anbieter, weil er etwas verdient, für die Kinderbetreuungsstätten, weil sie Mehreinnahmen mit einer besseren Marge erzielen können und für die Eltern, weil es endlich einen solchen Dienst zu einem bezahlbaren Preis gibt.

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