“Making Money is Art”

Andy Warhole

Andy Warhole

Crosspost ist eine praktische App (1,79 EUR im Mac App Store) mit der man verschiedene Twitter und Facebook Konten gleichzeitig mit Content versorgen kann. Die App zeigt ausserdem eine Vorschau wie das ganze in Facebook ungefähr aussehen wird und kann den Content im selben Arbeitsvorgang in einer kürzeren Variante für Twitter ausliefern. Der aktuelle Link aus dem Browser lässt sich ohne Umweg über Copy & Paste einfügen.

crosspostEin weiterer großer Vorteil neben der Zeitersparnis beim posten ist, dass man quasi einen Nur-Schreib-Client hat, denn man kann mit der App keinerleih Tweets oder Facebook Meldungen lesen und wird daher auch nicht davon abgelenkt. Quasi die ideale App für den engagierten Social Media Manager, den nebenbei auch noch ein bisschen was arbeiten will.

 

Ten percent of all of the photographs made in the entire history of photography were made last year — an astounding figure. More than ever before, thanks in part to cell phone technology, the world is engaged with photography and communicating through pictures.

(Quelle / via)

Im American Journal of Medical Quality wurde kürzlich eine Studie (Download im Fulltext) veröffentlicht, die eine starke negative Korrelation zwischen der Anzahl der Fans eines Krankenhauses auf Facebook und der Sterberate in diesem Krankenhaus nachgewiesen hat:

  • Facebook “likes” have a strong negative association with 30-day mortality rates. Based on the dataset, for every 93 additional Facebook “Likes,” there is a corresponding 1 percentage point decrease in 30-day mortality.
  • The number of “likes” are also positively associated with patient recommendation, although not as strongly as they correspond with 30-day mortality.

Also 93 Fans mehr “bedeuten” einen Rückgang der 30 Tage Sterberate um 1%. Aus dem zweiten Satz ergibt sich, dass dieser Zusammenhang sogar noch stärker ist, als der zwischen Fans und der Wahrscheinlichkeit dass jemand das Krankenhaus weiterempfiehlt.

Die Autoren weissen allerdings selbst darauf hin, dass nur 30 Krankenhäuser im Großraum New York untersucht wurden und die Hypothese noch weiter untersucht werden muss. Trotzdem interessant, aber auch irgendwie logisch: Wer tot ist, liked auch nix mehr.

Kleine, spannende und vor allem kostenlose Mac App, mit der man sich selber beschränken kann, wenn es eben mit der Selbstkontrolle nicht so klappt. In der App hinterlegt man welche ablenkende Websites man sperren möchte (Blacklist) oder erlaubt nur manche Sites (Whitelist). Danach setzt man den Timer auf die gewünschte Zeit und klickt auf Start. Solange die eingestellte Zeit nicht abgelaufen ist, kann man nicht auf die hinterlegten Websites zugreifen. Auch nicht, wenn man die App beendet oder den Rechner neu startet.

selfcontrol

Im Gegensatz zu anderen, ähnlichen Apps, ist SelfControl ein bisschen cleverer als nur die lokale Hosts Datei zu manipulieren, den es verhindert neben der Namensauflösung auch den Netzwerkzugriff auf die betreffenden IP Adressen. Einen guten Admin wird es aber kaum lange aufhalten und ich habe trotz meiner geringen BSD Kenntnisse nur etwa 12 Minuten gebraucht um zu verstehen, wie die Netzblockade funktioniert. Ein normaler User hat aber wenig Chance die App zu umgehen.

Fast jeder wird sich schon einmal zu Hause ausgesperrt haben. Wenn man Glück hat, gibt es noch einen Mitbewohner, der einen weiteren Schlüssel hat oder man hat einen Ersatzschlüssel bei Freunden, den Eltern oder Nachbarn deponiert. Wobei die ja alle nicht 24/7 in Rufbereitschaft sind. Ansonsten braucht man einen Schlüsseldienst, der einem für relativ wenig Geld das Schloss zerstört um einem dann für viel Geld ein neues zu verkaufen.

Eine bessere Idee hatte jetzt eine Firma in New York, die gegen eine monatliche Gebühr einen Ersatzschlüssel aufbewahren und im Notfall schnell vorbeibringen. Zuerst kommen die vorbei und nehmen den Ersatzschlüssel mit oder erstellen eine Kopie direkt in ihrem Servicewagen. Der Schlüssel wird dann mit zusammen mit einem Passwort und einem Foto des Bewohners, aber ohne Adresse sicher verwart. Im Notfall kann man die Firma 24/7 anrufen, das Passwort nennen und bekommt dann seinen Notschlüssel geliefert.

Leider scheint die Website der Firma in NY inzwischen umgezogen zu sein und ich finde die neue Adresse nicht. Trotzdem eine sehr gute Idee, die man sich hier auch überlegen könnte.

Update: Über einen Kommentar kam der Hinweis, dass es mit KeyStorage so etwas auch in Deutschland bereits gibt.

(Bild CC)

Die Links zum Sonntag

Julian —  3. March 2013 — Leave a comment

Hier die interessantesten Links über die ich diese Woche gestolpert bin:

Yahoo CEO Marissa Mayer Changes Work-From-Home Policy

Managers and workers are talking about Yahoo Inc.’s decision to call all home-based employees back to the office. Some are cheering Chief Executive Marissa Mayer’s decision to bring employees closer together, while others say the move is anything but hospitable to working parents

Eine Ode ans Büro – Spiegel Online

Home Office war gestern: Die Yahoo-Chefin beordert ihre Mitarbeiter dorthin zurück, wo Arbeit hingehört, und die Welt schreit auf. Warum eigentlich? Büros fördern Kreativität, verhindern Faulheit wie Selbstausbeutung und sorgen für ein besseres Privatleben.

BlaBlaMeter – wie viel Bullshit steckt in Ihrem Text?

Interessantes Tool, dass zu einem in die Website kopierten Text einen Bullshit Index berechnet und gleich eine entsprechende Wertung dazu abgibt. Ich habe es einmal sogar geschafft mit einem Text (gottseidank nicht von mir) die Skala nach oben zu sprengen.

Berliner Firma stellt Autisten als IT-Spezialisten ein – Spiegel Online

“Das Potential von Autisten wird stark unterschätzt, findet ein Berliner IT-Unternehmer. Er bietet Fehler-Checks für Computerprogramme an und stellt dafür gezielt Menschen mit Asperger-Syndrom ein. Sie graben sich wie Archäologen durch das Buchstaben- und Zahlengewirr – mit Erfolg.”

Schönen Sonntag,
Julian

“Wer die Arbeit kennt und sich nicht drückt, ist verrückt”

Tick, Trick & Track

Tick, Trick & Track

Endlich hat das mal jemand umgesetzt: Vergleichsweise kleine Sticker, die man auf Sachen kleben kann, die man wiederfinden will. Mit der zugehörigen iPhone oder Android App wird man benachrichtigt wenn der Aufkleber einen bestimmten Radius erreicht oder verlässt. Man kann den entsprechenden Gegenstand orten oder ein Licht, bzw. einen Buzzer aktivieren, genannt Stick-N-Find:

sticknfind-radar-hand

Leider werden die erst in zwei Monaten erhältlich sein, aber dann werde ich die Teile sofort auf alle schnurlosen Telefone zu Hause kleben, weil es bei uns einen Hausgeist gibt, der die Dinger immer irgendwo versteckt. Und natürlich auf alles andere was ich immer suchen muss, wie Geldbeutel oder Schlüsselbund.

Das Geschäftsmodel Massenabmahnung scheint gescheitert zu sein. Wie Heise berichtet hat Digiprotect, eines der ersten Unternehmen dass massenhaft Abmahnungen an Tauschbörsennutzer veranlasst hat, Insolvenz angemeldet. Kurz vorher hat sich die Firma noch von Digiprotect in FDUDM2 GmbH umbenannt. Nun hat das Amtsgericht Frankfurt am 15. Februar das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Firma wurde vom Musikproduzenten Moses Pelham (Sabrina Setlur, Rödelheim Hartreim Projekt oder Glashaus) mitgegründet, der selber ja schon einmal mit dem Urheberrecht in Konflikt geriet, weil sein für Sabrina Setlur produziertes Lied “Nur mir” enthielt Teile eines Liedes von Kraftwerk enthielt.

Ich würde mal sagen damit ist das Thema Massenabmahnungen als Geschäftsmodel wohl erledigt. Es formiert sich immer mehr Gegenwehr, die Politik macht immer mehr Regelungen die den Schadensersatz begrenzt und auch die Gerichte werden immer restriktiver. Wahrscheinlich kann man in einigen Nischen hin und wieder noch ein bisschen Geld dazuverdienen, aber nachhaltig dürfte das ganze nicht sein.