Mixed feelings about Berlin

Julian —  5. September 2013 — Leave a comment

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From “How to Be German In 20 Easy Steps”: Part 1 – Part 2

The average German has a complex relationship to its Hauptstadt. Berlin is the black sheep of the German family. Creative, unpunctual, prone to spontaneous displays of techno, unable to pay its taxes, over familiar with foreigners. To many Germans, Berlin is not really their capital, it’s more like a giant art project or social experiment that only turns up when hungover, and in need of a hand out. To them, the true capital is probably somewhere more like Frankfurt. You know where you are with Frankfurt.

(Bild CC)

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Neben der Überwachung seiner Bürger durch eigene Geheimdienste oder die befreundeter Staaten, gibt es noch ein weiteres Mittel mehr Kontrolle auszuüben: Die Einschränkung des Bargeldverkehrs. Natürlich werden diese Änderungen den Bürgern entweder als technischer Fortschritt oder als Kampf gegen Geldwäsche und Steuerhinterziehung verkauft. Solche Maßnahmen bringen aber vor allem das steigende Misstrauen eines Staates gegenüber seinen Bürgern zum Ausdruck. In Deutschland gibt es solche Regelungen noch kaum, aber in anderen Europäischen Ländern sind sie bereits da oder werden zumindest gefordert:

In Italien sind seit Anfang 2013 Bargeldzahlungen über einem Betrag von 1.000 Euro verboten. Größere Beträge darf man nur noch per Überweisung oder Kartenzahlung vornehmen. So dass sie schön transparent bleiben. Frankreich will nun ebenfalls nachziehen und plant ein ähnliches Verbot und will den Umlauf von 500 Euro Scheinen begrenzen.

Interessanter Zufall, dass diese Maßnahmen genau passieren, wo die Finanzen besonders klamm werden. So hat auch Spanien eine entsprechende Regelung, allerdings erst ab 2.500 Euro eingeführt. Und es ist zu vermuten, dass andere Länder der Eurozone nachziehen werden. Vielleicht plant die EU eines Tages ja sogar eine einheitliche Regelung, natürlich nur, weil man den Kampf gegen das Böse vorantreiben will.

Regelungen die heute das Bargeld treffen, könnten morgen auch für andere Anlageklassen, beispielsweise Edelmetalle kommen. Der private Besitz von Gold war ja schon öfter, unter anderem auch in den USA verboten: Goldverbot von 1933 bis 1974.

(Bild CC)

Glenn Greenwald’s partner detained at Heathrow airport for nine hours

The partner of the Guardian journalist who has written a series of stories revealing mass surveillance programmes by the US National Security Agency was held for almost nine hours on Sunday by UK authorities as he passed through London’s Heathrow airport on his way home to Rio de Janeiro.

David Miranda, who lives with Glenn Greenwald, was returning from a trip to Berlin when he was stopped by officers at 8.05am and informed that he was to be questioned under schedule 7 of the Terrorism Act 2000. The controversial law, which applies only at airports, ports and border areas, allows officers to stop, search, question and detain individuals. (…)

Miranda was released, but officials confiscated electronics equipment including his mobile phone, laptop, camera, memory sticks, DVDs and games consoles.

Update: Hier sind noch zwei weitere Meldungen dazu:

Is Glenn Greenwald’s journalism now viewed as a ‘terrorist’ occupation?

(…) Greenwald himself is not known to have committed any offence, unless journalism is now a “terrorist” occupation in the eyes of British and American politicians. As for Miranda, his only offence seems to have been to be part of his family. Harassing the family of those who have upset authority is the most obscene form of state terrorism. (…)

Glenn Greenwald: detaining my partner was a failed attempt at intimidation

(…)  It’s bad enough to prosecute and imprison sources. It’s worse still to imprison journalists who report the truth. But to start detaining the family members and loved ones of journalists is simply despotic. Even the Mafia had ethical rules against targeting the family members of people they felt threatened by. (…)

 

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U.S. filmmaker repeatedly detained at border (salon.com)

One of the more extreme government abuses of the post-9/11 era targets U.S. citizens re-entering their own country, and it has received far too little attention. With no oversight or legal framework whatsoever, the Department of Homeland Security routinely singles out individuals who are suspected of no crimes, detains them and questions them at the airport, often for hours, when they return to the U.S. after an international trip, and then copies and even seizes their electronic devices (laptops, cameras, cellphones) and other papers (notebooks, journals, credit card receipts), forever storing their contents in government files. No search warrant is needed for any of this. No oversight exists. And there are no apparent constraints on what the U.S. Government can do with regard to whom it decides to target or why. (…)

How Laura Poitras Helped Snowden Spill His Secrets (NY Times)

Poitras was not Snowden’s first choice as the person to whom he wanted to leak thousands of N.S.A. documents. In fact, a month before contacting her, he reached out to Greenwald, who had written extensively and critically about the wars in Iraq and Afghanistan and the erosion of civil liberties in the wake of 9/11. Snowden anonymously sent him an e-mail saying he had documents he wanted to share, and followed that up with a step-by-step guide on how to encrypt communications, which Greenwald ignored. Snowden then sent a link to an encryption video, also to no avail. (…)

Snowden had read Greenwald’s article about Poitras’s troubles at U.S. airports and knew she was making a film about the government’s surveillance programs; he had also seen a short documentary about the N.S.A. that she made for The New York Times Op-Docs. He figured that she would understand the programs he wanted to leak about and would know how to communicate in a secure way.

 

(Bild CC)

Lavabit, ein US-amerikanischer E-Mail Anbieter, der besonderen Wert auf Verschlüsselung legt, gibt sein Geschäft auf, nachdem er zuvor von US Behörden unter Druck gesetzt worden ist. Den Dienst hatte Edward Snowden genutzt, während er sich in Russland auf dem Flughafen Scheremetjewo aufgehalten hat.

Der Inhaber Ladar Levison schreibt auf der Webseite des Service, er habe eine schwere Entscheidung treffen müssen: Entweder kooperieren und zum Komplizen von Verbrechen gegen das amerikanische Volk zu werden oder seine Firma nach zehn Jahre harter Arbeit aufzugeben. Er habe sich deswegen entschieden, den Dienst zu einzustellen. Die genauen Gründe dazu und was während der letzten 6 Wochen genau passiert ist, dürfe er aber nicht näher ausführen.

Eines habe ihn die Erfahrung der letzten Zeit aber gelehrt: Er würde jedem nachdrücklich abraten, seine privaten Daten einer Firma anzuvertrauen, die enge Beziehungen zu den Vereinigten Staaten habe.

Update: Bei Ars Technica gibt es noch weitere Informationen

Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort!

Julian —  14. August 2013 — 7 Comments

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(via netzpolitik.org)

Die Regierung kapituliert vor der NSA (SpOn):

Die Regierung täuscht in der NSA-Affäre Aktivität vor. Das geplante No-Spy-Abkommen mit den USA ist nichts wert. Warum sollten Geheimdienste es befolgen? Und weshalb sollten sich Überwacher an deutsches Recht halten, wenn sie in Deutschland auf US-Hoheitsgebiet arbeiten?

Porn Filter

Julian —  13. August 2013 — 3 Comments

Don’t Worry Government, I Got This Porn Filter Sorted:

So i hear the UK government wants to make a porn filter. About bloody time i reckon. I’m fed up of happily browsing the Internet for boobs, only to have non-porn related subject matter thrust down my face hole.

So taking inspiration from other great Internet filtering nations such as North Korea, China, Syria, Iran, Cuba, Bahrain, Belarus, Burma, Uzbekistan, Saudia Arabia and Vietnam I decided to help out the UK government and build an Internet filter that only allows pornographic material through.

=> Ein DNS Filter, der alles blockt, ausser pornographisches Material.

Neue EU-Regel: Sparer müssen um Guthaben unter 100.000 Euro bangen (DWN):

Im Fall der Pleite der Hausbank werden auch jene Kunden massive Probleme bekommen, deren Guthaben durch die offizielle Einlagensicherung garantiert sein sollen. Der aktuelle EU-Vorschlag sieht vor, dass Kunden im Fall einer Pleite ihrer Bank täglich nur noch maximal 100 bis 200 Euro abheben können. Dieser Zustand kann bis zu drei Wochen dauern. Wer größere Anschaffungen plant, sollte sich rechtzeitig überlegen, wie er an sein Geld kommen will.

2279398155_dfc2bea350_bAmazon hat gerade verschiedenen Kunden, die angeblich zu viele Rücksendungen hatten, das Konto gesperrt, so dass sie keine weiteren Bestellungen mehr vornehmen können. Aufgrund der Vertragsfreiheit in Deutschland kann natürlich keine Firma gezwungen werden Verträge abzuschliessen und das Vorgehen ist wohl rechtlich in Ordnung. Blöd ist es natürlich trotzdem, wenn man einen Kindle hat, für den man dann ja keine weiteren Bücher mehr kaufen kann. Oder wenn man bei Amazon AWS etwas hostet. Amazon sperrt nämlich ALLE Accounts, nicht nur die für den Shop.

Mich hat in dem Zusammenhang interessiert, wie viel Geld ich eigentlich schon bei denen gelassen habe. Immerhin bin ich seit 1999 Kunde. Zwar kann man alle Bestellungen einsehen, aber es gibt leider weder eine Statistik noch die Möglichkeit die Daten zu exportieren um dann in Excel selbst eine Gesamtsumme ausrechnen zu können. Offensichtlich wollen die gar nicht, dass ich weiss wie viel Geld ich ihnen, insbesondere wegen der einfachen Rücksendemöglichkeiten, schon hinterhergeworfen habe.

Ich habe allerdings beim Suchen in einem Forum ein Script gefunden, mit dem man die Daten aus den Webdaten abgreifen und dann weiter bearbeiten kann. Das ganze dauert etwa 2 Minuten und geht so:

  1. Das Script “amazonorders.zip” runterladen und lokal irgendwo entpacken
  2. Firefox starten
  3. “about:config” aufrufen und dort die Option “devtools.chrome.enabled” auf “true” setzen
  4. Mit dem Firefox bei amazon.de einloggen
  5. Den Menüpunkt Firefox->Web-Entwickler->JavaScript-Umgebung aufrufen
  6. In dem JS-Fenster die entpackte Datei “amazonorders.js” öffnen
  7. Den Menüpunkt Umgebung->Browser anwählen
  8. Das Script unter Ausführen->Ausführen (oder mit Strg+R) starten

Das Script öffnet dann eine Menge Tabs, liest die ganzen Bestellungen aus und generiert eine nette Liste und sogar eine komplette Gesamtübersicht inkl. Umsatz pro Jahr und Gesamt. Die Daten kann man im Firefox einfach markieren und dann in Excel einfügen und weiter bearbeiten. Mein Umsatz war übrigens dreimal so hoch wie ich vorher geschätzt hatte.

Update: Da Amazon inzwischen das Seitenlayout geändert hat, funktionierte das Script einige Zeit nicht. Inzwischen hat sich aber jemand erbarmt und den Fehler gefixt. Hier ist der Download der neuen Version “amazon-parser-master.zip”

(Bild CC)