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Vor ein paar Tagen hatte ich gebloggt, dass Alkohol das kreative Problemlösen fördert. Jetzt behauptet die Karrierebibel jetzt auch noch, dass es reicher macht, sich regelmässig einen hinter die Binde zu kippen. Allerdings nur in Gesellschaft:

Wenn also schon mit den anderen raus, dann vielleicht nur auf einen Drink. Denn Menschen, die moderat, aber regelmäßig mit Kollegen trinken, verdienen im Schnitt 17 Prozent mehr als Abstinenzler. Das zumindest haben Wissenschaftler der schottischen Universität Stirling beim Vergleich von 17.000 Arbeitnehmer-Karrieren ermittelt. Begründung: Das gemeinsame Bierchen fördere Vertrauen und Kameradschaft – und das nutze später bei der Beförderung. Na dann: Prost!

Leider ist keine Quellenangabe dabei, so dass man nicht nachprüfen kann, ob die schottischen Wissenschaftler seriös gearbeitet haben oder sich nur ihren eigenen Alkoholkonsum schön reden wollen. Aber eine gewisse Plausibilität kann man dem ganzen nicht absprechen, denn wer mehr mit den Kollegen unternimmt ist auf jeden Fall besser vernetzt und erfährt einiges, was im Büro nicht als Memo verschickt wird.

Ich hatte ja neulich schon geschrieben, dass ich Ideen, die Social Media mit echten, anfassbaren Produkten verbinden, sehr spannend finde und auch gleich ein paar Beispiele vorgestellt. Da kannte ich allerdings das ultimative Produkt, dass man mit seinen oder fremden Tweets individualisieren kann noch nicht: Shitter druckt Tweets auf Toilettenpapier.

Das tolle ist, dass man nicht nur seine eigenen Tweets zu Papier bringen kann, sondern noch viele weitere Auswahloptionen hat: Neben beliebigen fremden Accounts kann man auch die eigene Timeline, die eigenen Tweets, alle Favoriten und sogar beliebige Twitterlisten drucken lassen. Da lohnt es sich, wenn man rechtzeitig eine Twitter Liste mit den wichtigsten Wettbewerbern erstellt hat.

Der Preis ist mit 35 US$ zzgl. Shipping leider nicht ganz billig, aber als Geschenk für einen lieben Kollegen kann man das schon einmal ausgeben. Ich habe mir jedenfalls gleich einen kompletten Jahresvorrat mit den Tweets von @gethash zugelegt. Denn da wächst endlich zusammen was zusammen gehört.

Scheint ein Fehler gewesen zu sein. Eine Studie hat nämlich ergeben, dass ein Alkoholspiegel von bis zu 0,7 Promille die Fähigkeit Probleme kreativ zu lösen deutlich verbessert:

The key finding of the new research is that the intoxicated participants solved more items on the Remote Associates Test compared with the control participants (they solved 58 per cent of 15 items on average vs. 42 per cent average success achieved by controls), and they tended to solve the items more quickly (11.54 seconds per item vs. 15.24 seconds). Moreover, the intoxicated participants tended to rate their experience of problem solving as more insightful, like an Aha! moment, and less analytic.

Werde sofort den Kühlschrank im Büro wieder mit Bier füllen lassen. Na dann Mahlzeit, äh Prost.

Mein Travel Setup

Julian —  20. February 2012 — 1 Comment

Martin Eichenberg, online als Cruiser bekannt, hat in seinem Blog eine neue Kategorie “Travel Setup” eingerichtet. Darin will er von Freunden, Bekannten und Bloglesern wissen, wie und wo sie durch die Welt reisen. Und so hat er unter anderem mich gebeten, einige Fragen zu beantworten. Beispielsweise:

  • Wer bist Du, was tust Du und warum reist Du?
  • Wie ist Dein Travel Setup? Also Lieblings- Flughafen, Transportmittel, Reisegepäck, usw.
  • Was sind Deine Travel Essentials, also was muss unbedingt mit auf jede Reise, was kann zu Hause bleiben?
  • Welche Tipps & Tricks hast Du noch, um das Reisen einfacher zu machen?

Dem Wunsch bin ich natürlich gerne nachgekommen und so gibt es seit einigen Tagen mein Travel Setup bei ihm im Blog zu lesen.

E-Books Fluch und Segen

Julian —  9. February 2012 — 4 Comments

Seit einigen Monaten habe ich einen Kindle und ich finde, dass es aktuell kein besseres Gerät gibt um E-Books zu lesen. Aber ich bin mir noch nicht sicher ob ich auch ein Freund von E-Books an sich werde. Ich würde sie eigentlich schon gerne mögen und ich glaube auch, dass sie sich langfristig durchsetzen werden. Schließlich haben sie eine Menge an Vorteilen. Die wichtigsten sind meiner Meinung nach:

  • Der viel einfacherer Transport.
    Ich befinde ich mich ja gerade auf einer längeren Reise und nur durch einen E-Book Reader ist es überhaupt möglich, viele Bücher mitzunehmen. Da ich relativ schnell und zumindest auf Reisen aus sehr viel lese, komme ich locker auf 2 oder 3 Bücher pro Woche. Auf dem herkömmlichen Weg wäre das vollkommend unmöglich gewesen und mehr als 2 Bücher hätte ich kaum mitnehmen können. Der Lesestoff wäre mir schon in der ersten Woche ausgegangen.
  • Die ständige Verfügbarkeit.
    Zumindest die Kindle E-Books kann ich überall lesen. Neben dem eigentlichen Kindle Reader gibt es eine Software für den Rechner oder das Notebook und eine App für die meisten Telefone. Selbst wenn also der Kindle zu Hause liegt, kann ich auf dem Telefon weiter an meinem aktuellen Buch lesen. Vielleicht etwas weniger komfortabel, aber es geht. Und da sich die Geräte synchronisieren, weiss mein Telefon sogar, wo ich gestern auf dem Mac aufgehört habe.
  • Die Unzerstörbarkeit.
    Sofern man ein Backup hat, sind die Bücher eigentlich unzerstörbar. Wenn ich im Urlaub meinen Reader in den Pool fallen lasse, ist das Gerät natürlich kaputt, aber meine Bücher sind es nicht. Entweder habe ich hoffentlich zu Hause noch ein Backup oder im Falle des Amazon Kindle speichern die alles für mich. Ich muss mir nur ein neues Gerät besorgen (oder auf das Handy ausweichen) und kann weiterlesen.
  • Die viel einfachere Beschaffung.
    Das ist für mich der wichtigste Vorteil. Zwar ist es zu Hause in Deutschland noch vergleichsweise einfach schnell an Bücher zu kommen, indem man einfach in die nächstgelegene Buchhandlung geht. Aber im Ausland gilt das natürlich nicht mehr, hier gibt es allerhöchstens am Flughafen ca. 20 Bücher und zwar die, die die deutsche Hausfrau gerne am Strand ließt. Englische Bücher gibt es noch ein paar mehr, aber natürlich auch eher Romane. Zur Zeit hat man evtl. noch Glück mit der Steve Jobs Biographie. Die gibt es überall – ich hab sie aber leider schon gelesen. Bei der Beschaffung von Büchern liegt das E-Book einfach ganz weit vorne, denn ich logge mich bei Amazon ein und kann schon 2 Minuten später mit dem Lesen anfangen. Selbst in Deutschland ist das unschlagbar schnell, denn die Lieferung eines gedruckten Buchs kommt im besten Fall auch erst am nächsten Tag.

Es gibt noch weitere Vorteile für den Anwender und die Allgemeinheit, aber die finde ich nicht so spannend. Weniger Papieverbrauch? Naja, das wird schon nicht so schlimm sein. Volltextsuche? Habe ich noch nie benützt. Weniger Platz? Ist mir zu Hause egal. Variable Schriftgrößen oder Anmerkungen im Buch? Naja, allenfalls nice to have.

Aber neben diesen Vorteilen gibt es auch Nachteile. Zahlenmässig sind das zwar weniger, aber ich finde sie inhaltlich wesentlich bedeutender:

  • Die E-Books gehören mir nicht wirklich.
    Zumindest beim Kindle und bei Apple kann ich ausser Lesen fast nichts machen, was mit einem normalen Buch möglich wäre: Ich kann es nicht an jemanden verleihen und ich kann es nicht verkaufen, wenn ich es nicht mehr brauche. Genauso kann ich ein E-Book weder weiter verschenken, wenn ich es gelesen habe, noch überhaupt verschenken. Zumindest nicht richtig. Es wird schon eine Möglichkeit geben, einen Amazon Gutschein zu schenken oder irgendwo einen Code zu bekommen, mit dem sich jemand anderes dann kostenlos das Buch downloaden kann, aber das ist ja nicht das selbe. Wie bei einer Software hat man eigentlich nur noch eine Lizenz die einem die Nutzung erlaubt, aber das wars dann schon. Letztendlich hat man das Buch eigentlich nur ausgeliehen.
  • Die Preise sind zu hoch.
    Viele Leute werden argumentieren, dass es ein Vorteil ist, dass E-Books etwas günstiger sind als gedruckte Bücher, Aber dafür, dass man das E-Book letztendlich nur ausgeliehen hat, sind mi die Preise zu hoch. Deutsche E-Books kosten meistens fast das gleiche wie das gedruckte Buch und das ist angesicht der gesparten Kosten bei Druck, Logistik, usw. eigentlich eine Frechheit. Ausländische Bücher sind sind meistens so 20% günstiger, aber das ist als “Leihgebühr” immer noch zu teuer. Zumal ja der komplette Gebrauchtmarkt wegfällt, da man die Bücher eben nicht verkaufen oder weiter verschenken kann müssen ja mehr Bücher gekauft werden. Das ist in der aktuellen Diskussion bei den Schulbüchern von Apple ein interessanter Punkt. Die amerikanischen Schulbuchverlage, die da mitmachen, haben sich auf ca. 30% des normalen Preises eingelassen. Da gedruckte Schulbücher in der Regel drei Jahre lang genutzt werden, die neuen Versionen auf dem iPad aber nicht weitergegeben werden können, erwarten die trotzdem den gleichen Umsatz.

In diesem Zusammenhang vielleicht auch interessant, dass man immer mal wieder hört, dass der hohe Preis von E-Books in Deutschland an der Buchpreisbindung läge. Das stimmt aber nicht, denn die verbietet nur dass das gleiche Produkt bei verschiedenen Händlern für unterschiedliche Preise verkauft wird. Genau wie bei der gebundenen Ausgabe und dem Taschenbuch darf der Verlag auch für das E-Book einen anderen Preis nehmen. Den legt er völlig frei selbst fest. Allerdings sind in dem E-Book die normalen 19% MwSt. statt der vergünstigten 7% bei gedruckten Büchern enthalten.

In Summe überwiegen für mich die Vorteile von E-Books, aber gleichzeitig ärgere ich mich eigentlich, dass ich mich so verarschen lasse beim Eigentum an den Büchern und beim Preis. Mein Wunsch wäre, wenn man beim DRM schon nichts machen kann, dass E-Books etwa 30% des gedruckten Buches kosten und dass ich, wenn ich das gedruckte Buch kaufe, das E-Book kostenlos dazu bekommen. So kann ich zu Hause die Papierversion lesen und mich an der Haptik erfreuen und unterwegs auf das E-Book ausweichen. Seit dem ich den Kindle habe, kaufe ich jetzt schon wesentlich mehr Bücher als früher, also werden die Verlage auch nicht weniger an mir verdienen. Apple hat mit den MP3s und den Apps doch schon gezeigt wie man Content verkauft und dass bei günstigeren Preisen auch mehr gekauft wird. Vor allem lohnt sich die Piraterie nicht mehr, weil wegen der geringeren Preise sich niemand mehr die Arbeit macht durch Viren, Spam und Ads verseuchte Websites zu wühlen. Bis da hin müsste ich mich eigentlich beim Kaufen von E-Books noch ein bisschen zurückhalten.

(Foto CC von 49365126@N07)

Wer ein neues Produkt oder eine neue Marke starten will, hat eine Menge Arbeit. Neben dem eigentlichen Business braucht man heutzutage in der Regel auch einen guten Markennamen. Und der muss natürlich überall auch noch zu haben sein: In den wichtigsten Ländern als Markenname und Domain, aber auch als Profil in den bekannten Social Networks.

Die Suche nach diesen freien Accounts, den Domains und anderen Rechten, kann einem KnowEm abnehmen. Das Tool durchsucht alle wichtigen Social Networks, aber auch die US amerikanische Trademarkdatenbank, sowie mehr als 100 verschiedene Domains und gibt aus ob der Name schon vergeben oder noch frei ist. Über einen Link zur manuellen Registrierung kann man sich die Namen gleich sichern. Und das alles kostenlos. Nur wenn man die Accounts auch automatisiert registrieren will, muss man eines der Premiumpakete buchen.

(via Dane Carlson’s Business Opportunities Weblog)

Screenshot Alarms

Alarms ist ein praktisches Programm, um sich auf die Schnelle erinnern zu lassen. Im Prinzip ersetzt es denn Zettel auf den man alle die Dinge schreibt, die im Laufe eines Tages auf einen einprasseln und man aber nicht gleich erledigen kann. Also den Rückruf beim Kunden, das Lesen einer wichtigen E-Mail und das Review von Dokumenten, die unbedingt heute noch fertig werden müssen.

Das nützliche daran ist, dass man nichts manuell eintragen muss. Sondern man kann aus fast jeder Applikation einfach das entsprechende Dokument auf die Menüleiste ziehen. Da eröffnet sich eine Art Kalender, wie man ihn oben sehen kann und man legt das Dokument passend im Zeitstrahl ab.

Zu der ausgewählten Uhrzeit rutscht das Element in den allgemeinen ToDo Bereich und man wird dezent mit einem leichten Sound und/oder Growl an das Ereignis erinnert. Mit einem Klick wird dann gleich das verlinkte Dokument, also die E-Mail, der Hyperlink oder der Text geöffnet und man kann sofort loslegen. Natürlich kann man aber auch einfach manuelle Texteintragungen machen.

Ich finde das Programm sehr einfach und intuitiv zu bedienen. Ausserdem klinkt es sich sehr gut in einen normalen Arbeitsworkflow ein. Mein einziger Kritikpunkt wäre, dass ich die Erinnerungen etwas flexibler und individueller konfigurieren wollen würde. Aber das kommt ja vielleicht in einem der nächsten Releases. Auch so ist es schon ein sehr sehr nützliches Tool.

Alarms kostet auf der Website des Herstellers 12 EUR. Im Mac App Store gibt es die kleinere Version Alarms Express für 6 EUR, der allerdings die Synchronisierung mit iCal, die Keyboard Shortcuts und die Integration mit Growl fehlt.

Prolog

Julian —  19. January 2012 — 2 Comments

Muss man ein Blog eigentlich irgendwie einleiten? Gibt’s da eine Regel? Keine Ahnung – also habe ich extra mal in den Blogs meiner Freunde und Bekannten nachgesehen. Die meisten haben ihre Blogs mit einem einleitenden Artikel eröffnet, warum sie ihr Blog aufgemacht haben und über was sie in Zukunft schreiben wollen. Also mach ich das mal so ähnlich.

Eigentlich wird zur Zeit ja allenthalben der Niedergang des Bloggens beschworen und viele Leute gehen davon aus, dass in Zukunft Content mehr und mehr bei Facebook oder Google+ gepostet wird und in den Blogs langsam die Lichter ausgehen. Persönlich empfinde ich das auch so. Gerade in den normalen, privaten Blogs wird es immer stiller und in meinem Feedreader finde ich immer wieder Blogs in denen schon so lange nichts mehr gepostet wurde, dass ich sie schon vergessen hatte.

Dem will ich ein bisschen entgegenwirken und mich genau in die andere Richtung bewegen. Ich habe mein privates Zeugs bisher eigentlich eher bei Facebook abgeladen, aber es nervt mich immer mehr, dass die Inhalte dort viel mehr Facebook als mir selbst gehören. Klar, die ganz ganz privaten Sachen werden wahrscheinlich weiter dort bleiben, weil ich nur so kontrollieren kann wer sie zu Gesicht bekommt. Alle beruflichen Themen bleiben weiter im NETWAYS Blog und alles was mit Reisen zu tun hat, publizieren Karo und ich unter Long Time Out. Aber alles andere soll sich in Zukunft vermehrt hier finden.

Basierend auf meinen Interessen und dem was mir so im Kopf rumspukt rechne ich mit Posts zu den folgenden Inhalten und Themen:

  • Allgemeines zu Internet & interessanten Technologien
  • Geschäftsideen die mir einfallen und für die ich selbst keine Verwendung habe
  • Links von denen ich glaube, dass sie auch für andere interessant sein könnten
  • Zitate (ich weiss das ist cheesy, aber manchmal stolpere ich da über eines, das ich gerne irgendwo abspeichern würde)
  • Tipps und Tricks für Selbständige oder Inhaber kleiner und mittlerer Firmen

Wie jeder andere Blogger auch, freue ich mich natürlich über Kommentare und Verlinkungen und ich werde zurücklinken und zurückkommentieren.

Würde ich freuen, wenn Ihr mitmacht,
Julian

(Photo CC von jakeandlindsay)