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Die Idee aus Online Inhalten oder Social Media Aktivitäten echte, anfassbare Produkte erstellen zu lassen, finde ich toll. Besonders spannend fand ich bisher diese Ideen:

StickyGram
Der Dienst erstellt Kühlschrankmagneten aus den eigenen Instagram Bildern. Man autorisiert sich auf der Website einfach mit seinem Instagram Account, die Site lädt alle Bilder und man kann sich dann ein Paket aus neun seiner besten Bilder aussuchen. Für 15 $ inklusive Versandkosten bekommt man dann einige Zeit später seine Magnete zugeschickt.

TweetBookz
Hier kann man sich ein Buch seiner eigenen Tweets drucken lassen, die auch noch ziemlich gut aussehen. Die eigenen Tweets werden in schöne Designs eingebaut. Insgesamt werden 200 Tweets integriert und man kann selbst entscheiden welche Tweets aufgenommen werden sollen. TweetBooks bietet Hardcover für 25 $ und Softcover für 15 $ an. Verschickt wird weltweit.

TweetNotebook
So ähnlich funktioniert auch TweetNotebook, nur bekommt man hier quasi ein leeres Notizbuch, in dem unten jeweils ein Tweet aufgedruckt ist. So in etwa wie ein Spruch des Tages. Das schöne hier ist, dass man nicht nur seinen eigenen, sondern auch fremde Accounts verwenden kann.

Die Idee lässt sich ja quasi beliebig weiterdenken. Man könnte die Inhalte aus Facebook oder anderen Social Networks verwenden und auf viele  verschiedene Arten in echte Produkte integrieren. Als Reiseverrückter würde ich mich irgendwas mit Foursquare wünschen. Beispielsweise eine Weltkarte, die anzeigt wo ich überall schon eingecheckt habe.

(Bild von rsanc)

Anfangs fand ich es keine gute Idee, dass Facebook für mich entscheidet, welche Updates von Freunden oder Seiten für mich relevant sind und welche nicht. Inzwischen bin ich ehrlich gesagt ganz froh darüber, dass ich nicht alles präsentiert bekomme und noch besser finde ich, dass ich darauf Einfluss nehmen kann. In den Abonnementeinstellungen kann man mittlerweile für seine Kontakte angeben, ob man a) alle, b) nur die wichtigsten oder c) keine Aktualisierungen bekommen will. Manchmal passe ich das ein bisschen ab, beispielsweise bei Urlaubsbekanntschaften. Da freue ich mich sehr, immer mal wieder was zu lesen, aber zu viel muss ja auch nicht sein.

Dieses Prinzip, nämlich die Anzahl der Aktualisierungen anzupassen, könnte man gut auf E-Mail Newsletter übertragen. Ich habe einige abonniert, die ich zwar grundsätzlich interessant finde, die mir aber zu oft zugeschickt werden. Entweder filtere ich die in einen Unterordner in den ich nur hin und wieder reinsehe oder ich melde mich gleich ab. Als Newsletter-Anbieter, könnte man, wenn ein User sich abmelden will, anbieten in Zukunft weniger Informationen zuzusenden. Ich persönlich hätte sicher das ein oder andere Abonnement nicht beendet, wenn es diese Option gegeben hätte. Entweder wie man es von Mailinglisten kennt auf einen daily oder weekly Digest zu wechseln oder noch besser, auch nur die wichtigen Inhalte. Als Absender flaggt man einfach das was wichtig ist und nur das geht auch an diese Zielgruppe.

Für den User ist das eine praktische Funktion und auch der Anbieter sollte froh sein, wenn der Empfänger weiterhin an seinen Informationen interessiert ist. Keine Ahnung ob es diese Funktion bei einem der etablierten Newsletter Outsourcer schon gibt. Ich fände es jedenfalls ein sehr nützliches Feature.

Es gibt ja schon eine Menge neuer Ideen in der Gastronomie was die Preisgestaltung angeht: Das älteste Beispiel sind wohl die All-You-Can-Eat Buffets. Neuere Beispiele sind Kneipen in denen der Bierpreis nach Angebot und Nachfrage dynamisch bestimmt wird oder die Pay-As-Much-As-You-Want Geschichten, wo man nach dem Essen einfach soviel bezahlt, wie einem die Sache wert war. In Torronto oder Tokyo gibt es sogar Cafes in denen man kostenlos essen kann, denn ein Markensponsor übernimmt hinterher die Rechnung.

Eine neue Idee kommt jetzt aus Russland. Im Moskauer Babochki Anticafé bezahlt man 1,5 Rubel (etwa 4 Cent) pro Minute für den Aufenthalt. Alles weitere, also Essen und Getränke ist komplett kostenlos. Für den Minutenpreis bietet das Cafe verschiedene Getränke sowie Tee, Kaffee und Desserts, die Besucher dürfen aber auch mitgebrachte Speisen und Getränke verzehren. Daneben gibt es verschiedene Brettspiele, eine Xbox, WiFi und einen Filmraum.

Eine interessante Idee, die sicher auch viel PR einbringen wird. Bei der Menüauswahl muss man ein bisschen aufpassen, dass man keine zu teuren Dinge auf der Speisekarte hat und ein bisschen kann man durch die Zubereitungszeit ja auch nachhelfen. Interessant auch der Aspekt, dass die Besucher, je länger sie bleiben auf jeden Fall auch mehr bezahlen. In einem normalen Restaurant ist das ja nicht immer so. Insbesondere wenn irgendjemand mit dem Notebook und einem Glas Wasser ein Cafe zum Coworking Space umfunktioniert.

(via)

GD Star Rating
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Weil Produkte mit einem guten Design das Selbstwertgefühl heben:

Just as good looks bestow an unconscious “beauty premium” on people, high aesthetics bestows an unrecognized benefit on consumer goods. Specifically, choosing a product with good design affirms the consumer’s sense of self. Choice of a highly aesthetic product was compared with choice of products superior on other attributes including function, brand, and hedonics to show that only aesthetics influences a consumer’s personal values. In study 1 a prior self-affirming task leads to a decrease in choice share of a highly aesthetic option. Studies 2 and 3 mimic prior research on self-affirmation with, however, choice of a highly aesthetic product replacing a traditional self-affirmation manipulation.Choosing a product with good design resulted in increased openness to counter-attitudinal arguments and reduced propensity to escalate commitment toward a failing course of action. There are numerous implications of this form of self-affirmation, from public policy to retail therapy.

Quelle: “Self-Affirmation through the Choice of Highly Aesthetic Products” from Journal of Consumer Research (via)

Eine Studie in den USA hat gezeigt, dass Unternehmen, die ein Produkt zuerst für sich selber schaffen und dann erst später damit als Anbieter auftreten, erfolgreicher sind als Unternehmen, die das nicht machen:

A study released by the Kauffman Foundation on Wednesday showed that entrepreneurs who first create products for their own use and commercialize them later wind up creating companies with longer staying power.

These so-called “user entrepreneurs” account for only 10.7 percent of all U.S. start-ups, but 46 percent of of start-ups that have lasted five years of more. The report also found a link between these user entrepreneurs and “innovative” startups, defined as those that performed R&D during their first year of operations.

 Der Zusammenhang ist interessant, aber wahrscheinlich leicht zu erklären. Ich vermute mal, dass die Produkte einfach besser werden, wenn man selbst Nutzer ist. Man kennt schliesslich die Anforderungen und Probleme viel besser.

Mythos Geschäftsidee

Julian —  9. March 2012 — Leave a comment

Gurbaksh Chahal kam im Alter von 4 Jahren von Indien in die USA. Als er wegen Problemen die Schule geschmissen hatte, beschloss er sich selbständig zu machen. Seine erste Firma für online Werbung hat er für 40 Millionen und seine zweite für 300 Millionen US Dollar verkauft. Aktuell arbeitet er an der Dritte.

In diesem Video widerspricht er dem Mythos, dass man unbedingt eine brandneue Geschäftsidee braucht, um ein erfolgreiches Geschäft zu starten:

“A technology is disruptive, if it allows small new companies to shake up an established market and win against establish large companies.”

Dirk Riehle, Professor for Open Source Software at the Friedrich-Alexander University of Erlangen-Nürnberg.

Naja, diese Begriffe kennt man bei uns für gewöhnlich noch – zumindest wenn man in der IT Branche arbeitet. Da ist ein Standup ja schon nichts ungewöhnliches mehr. Aber was ist mit den ganzen anderen amerikanischen Bullshit Bingo Begriffen wie pencil in, above the fold oder drink from the firehose?

Wer da mal kurzfristig auf dem Schlauch steht, kann sich das auf unsuck-it.com übersetzen lassen.

Das Erfolgsrezept von Apple

Julian —  24. February 2012 — Leave a comment

Greg Joswiak, Apples Vice President für iPod, iPhone und iOS Marketing hat letztes Jahr auf einem Vortrag die 4 Schlüsselprinzipien für den Erfolg von Apple enthüllt. Ich habe mal versucht die kurz und auf Deutsch wieder zu geben:

  • Fokus: Nein sagen und und sich nur auf wenige Dinge konzentrieren
  • Simplicity: Komplizierte Dinge einfach umsetzen
  • Mut: Nicht an alten Dingen hängen, auch wenn man selbst damit erfolgreich war
  • Exzellenz: Wenn Du bei Markteintritt nicht der Beste sein kannst, dann lass es

Zum kompletten Artikel, mit etwas längeren Erklärungen (via TUAW).

Um (…) Innovationsprojekte anzustoßen, stellte Jeff Bezos mit seinen Kollegen bei Amazon immer wieder folgende Frage in den Mittelpunkt: “Was wird sich in den nächsten fünf bis zehn Jahren nicht ändern?”

Die meisten Unternehmen machen es umgekehrt: Sie verwenden viel Zeit auf die berechtigte Frage, was sich voraussichtlich in den nächsten fünf bis zehn Jahren überhaupt ändern wird. Die gegenteilige Frage wird häufig vernachlässigt. Doch wer sie beantwortet, gewinnt unweigerlich ein tieferes Verständnis der Kundenbedürfnisse und der Unternehmensumwelt.

Interessanter Artikel über Amazons Jeff Bezos auf Spiegel Online