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Im Harvard Business Review Blog habe ich heute einen interessanten Artikel mit dem Titel “The Cracks are Starting to Show at Apple” gelesen. Der Autor behauptet, dass der Glanz von Apple die ersten, kleinen dunklen Stellen bekommt. Aus zwei Gründen:

1. Probleme von oben: Steve Jobs hat vor den letzten Erfolg von Apple bereits die Computerindustrie als früherer Chef von Apple und dann die Unterhaltungsindustrie bei Pixar revolutioniert. Und das ganze jeweils unter Einsatz seines eigenen Kapitals und seiner eigenen Glaubwürdigkeit. Das hat dazu geführt, dass er mit den beiden Bereichen mehr als jeder andere vertraut war und die noch unerschlossenen Gebiete bestens kannte. Tim Cook auf der anderen Seite kommt aus einem komplett anderen Bereich, nämlich Operations und Supply Chain. Und das sieht man auch daran, womit er sich jetzt beschäftigt, wie beispielsweise den Arbeitsbedingungen in den chinesischen Foxconn Werken. Steve Jobs war das Thema vermutlich herzlich egal und hat es anderen überlassen.

2. Probleme von unten: Auch an der Basis fängt es an zu brodeln und es gibt Probleme mit den Arbeitern bei Apples Zulieferern und auch in den Apple Stores, wo die Mitarbeiter eine Gewerkschaft gründen wollen und sich über die schlechte Bezahlung wundern, während sie gleichzeitig rekordverdächtige Umsätze einfahren.

Die beiden Themen zusammen genommen könnten nach Meinung des Autors langfristig große Probleme für Apple bedeuten. Dazu kommt, dass disruptive Technologien in der Regel etwa 5 Jahre benötigen um sich durchzusetzen. Solange könnte der Vorrat von Steve Jobs noch anhalten, aber danach dürften Apple die Ideen ausgehen, denn es gibt Studien die zeigen, dass innovative Unternehmen auch immer von innovativen Köpfen geführt werden. Und das ist Tim Cook nun einmal nicht.

Inzwischen bieten ja viele Firmen an, dass man Rechnungen ausschliesslich in elektronischer Form bekommt. Meistens werden sie dann als PDF in ein Online Archiv eingestellt und man bekommt eine eMail, dass eine neue Rechnung erstellt wurde. In den meisten Fällen bekommt man, wenn man die papierlose Variante wählt, ein kleines Entgegenkommen des Anbieter: Es wird ein bisschen günstiger oder man bekommt eine Art Bonus, wie Lufthansa Meilen oder ein kleines Geschenk. Der Anbieter spart sich in Form des wegfallenden Portos ja eine Menge Geld. Zwar glaube ich nicht, dass die Unternehmen das aus reiner Ökodenke machen – ich gehe eher davon aus, dass die Kostenersparnis der ausschlaggebende Grund ist, finde ich das trotzdem eine gute Idee. Bei Firmen aus dem Ausland gibt es manchmal sogar gar keine Papierrechnung mehr und ich muss, ob ich es will oder nicht, mit der PDF Version vorlieb nehmen.

Allerdings hat die Sache einen gewaltigen Haken: Der Aufwand bei mir erhöht sich gewaltig, zumindest wenn ich die Rechnungen archivieren muss, also wenn sie für einen Gewerbebetrieb sind, ich sie von der Steuer absetzen will oder ich sie bei mir archivieren muss. Jedes mal, wenn ich die E-Mail bekomme, muss ich das längst vergessene Passwort nachschlagen, mich in das Online Archiv einloggen und dann die Rechnung lokal abspeichern und ggf. an meine Buchhaltung weiterleiten.

In den USA gibt es mit FileThis Fetch schon eine entsprechende App, die sich automatisch in die unterschiedlichen Online Archive einloggt und die Rechnungen dann in Evernote, Dropbox oder einem lokalen Folder abspeichert. Diese Anwendung könnte doch jemand in den deutschen Markt bringen. Ich fände das sehr praktisch und würde monatlich sogar was dafür bezahlen.

(Bild von perspective)

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Prison Consulting

Julian —  16. April 2012 — Leave a comment

Aus der Rubrik “Was es nicht alles gibt”, ein Artikel aus der New York Times:

Mr. Levine is a prison consultant. The business — which entails advising people who are facing jail time on how to prepare for life on the inside, deal with medical issues, transfer to other prisons and even reduce their sentences — has been around for decades. It enjoys a burst of publicity when a boldface name like Bernie Madoff or Michael Vick hires a consultant.

New York Times: Making Crimes Pay

Die Idee ist mir schon gekommen während ich die letzte Idee zusammengeschrieben habe, die SaaS Lösung für Abo Commerce Anbieter. Warum nicht die Macht über das Abo in die Hand der Kunden legen? Warum sollen sich die Käufer vorgeben lassen welche Produkte sie in welchen Abständen, zu welchem Preis als Abo haben wollen. Das können die doch selber viel besser.

Bei der Idee handelt es sich um einen Dienst mit dem man beliebige Produkte und Dienstleistungen bei einer Vielzahl von Anbieter abonnieren kann. Der Dienst agiert dabei nur als Scheduling Mechanismus, der die Zeitpläne und Bestellungen verwaltet und zum nächsten Ausführungszeitpunkt beim Anbieter eine Bestellung auslöst. Quasi wie ein crond für Bestellungen.

Ich spiels mal anhand eines Beispiels nach: In jedem Haushalt gibt es eine Unmenge an Artikeln, die man immer wieder neu und in regelmässigen Abständen benötigt. Beispielsweise Toilettenpapier,  neue Zahnbürsten, Getränke, Waschpulver, Salz für die Geschirrspülmaschine, Staubsaugerbeutel, Windeln und viele viele weitere. Manche Dinge, wie die Getränke hat man irgendwie in seine normalen Abläufe integriert, aber beispielsweise Staubsaugerbeutel finde ich eine Katastrophe: Das bemerkt man viel zu spät, dann vergisst man es zwanzig mal aus der Stadt mitzubringen, danach 10 mal bei der nächsten Online-Bestellung mitzubestellen und irgendwann ist die Wohnung so dreckig, dass man sie einzeln irgendwo bestellt und auch die extra Versandkosten egal sind, nur damit man die Sache endlich vom Tisch bekommt.  Zumal man bei so seltenen Teilen auch jedesmal nachsehen muss, was man GENAU braucht und gerne auch mal zuerst das falsche Model bestellt.

Naja, vielleicht ist das ein kleines bisschen übertrieben, aber es wäre doch viel angenehmer, wenn ich zweimal pro Jahr neue Staubsaugerbeutel automatisch ins Haus geschickt bekomme. Im Optimalfall werde ich sogar vorher noch kurz gefragt, ob ich sie auch wirklich brauche oder es auch mit der nächsten Lieferung in 6 Monaten noch ausreichend ist.

Das ganze hätte, neben der viel leichteren Nachschubversorgung auch eine gewisse Reminderfunktion. Man braucht sich nicht mehr zu merken wann man die Zahnbürste gewechselt hat, sondern wenn die neue Bürste kommt, schmeisst man die alte eben weg.

Der universelle Abodienst

Den neuen Dienst stelle ich mir so in der Art vor: Wenn ich das erste Mal feststelle, dass ich offensichtlich regelmässig Zahnbürsten benötige, logge ich mich in das Tool ein und erstelle einen neuen Aboauftrag für meine Zahnbürste. Ich suche mir dazu aus der Datenbank des Anbieters oder bei einem der angebundenen Händler ein Model aus, konfiguriere in welchen Intervallen ich das gerne haben möchte und ab wann es losgehen soll. Sobald wieder eine entsprechende Lieferung ansteht, meldet sich der Dienst bei mir per E-Mail und fragt nach, ob ich den Gegenstand aktuell wirklich brauche. Direkt in  der E-Mail (HTML, AJAX und so) habe ich die Möglichkeit die Lieferung komplett abzubrechen oder um ein paar Tage nach hinten zu verschieben. Reagiere ich gar nicht, wird das nach 24 Stunden als Bestätigung gewertet und die Bestellung wird wie ursprünglich gewünscht ausgeführt. Wenn man die Bestellung nach hinten verschiebt erhält man nach dieser Zeit wieder eine neue Nachfrage und könnte theoretisch noch einmal reagieren. Sobald die Bestellung ausgeführt wird, passt sich das Intervall automatisch der Verschiebung an, d.h. in Zukunft ist das Intervall etwas länger.

Die Komplexität vor den Usern verstecken

Was die Sache wirklich interessant machen würde, wäre zu versuchen ein bisschen nach der Philosophie von Apple die Komplexität des Systems möglichst vor den Usern zu verbergen. Der Dienst könnte aus den Informationen die ich rückmelde, versuchen automatisch die besten Intervalle zu errechnen. Oder vielleicht muss man sogar überhaupt nur wenig Einstellungen selbst definieren. Das System könnte das Timing komplett automatisch berechnen aus:

  • einem Standardwert für die entsprechende Artikelkategorie
  • einem Durchschnittswert anderer Abonnenten
  • und wenn ich schon länger dabei bin auch aus meinem bisherigen Verhalten

Das Intervall pendelt sich quasi wie ein Regelkreis bei der Heizung aufgrund der Ausgangswerte und meiner Feedbacksauf einem optimalen Wert ein. Am besten fragt mich der Assistent nur ganz wenig: 1. Was willst Du? 2. Brauchst Du das selten, normal oder oft? Und dann gehts schon los. Auch eine Verkürzung wäre möglich. Wenn ich mich einlogge habe ich einen “Ich brauch das sofort” Button, der eine sofortige Lieferung auslöst und mein Scheduling für die Zukunft nach unten korrigiert. Das würde auch das Interface sehr einfach machen. Man hat quasi nur ein AJAX Eingabefeld für den Artikel, einen Pfeil nach oben (schneller), einen Pfeil nach unten (langsamer) und einen Button für die Sofortlieferung.

Theoretisch könnte man die Intelligenz auch auf das Produkt an sich ausbauen. Ich definiere gar nicht genau, welche Zahnbürste ich genau möchte, sondern gebe vielleicht nur ungefähre Rahmendaten an und gebe dann Feedback zu den bisherigen Zahnbürsten. Der Algorithmus könnte dann lernen, dass ich gerne die mittelharte Bürste von Dr. Best möchte. Naja, das ist vielleicht ein bisschen zu herausfordernd und bei den Staubsaugerbeuteln macht es auch wenig Sinn, wenn die KI erst einmal auf meine Kosten erraten muss, welchen Staubsauger ich zu Hause stehen habe. Wobei man am Akinator ja sehen kann, was man aus bisher gegebenen Antworten alles lernen kann.

Was der Dienst aber auf jeden Fall machen sollte, ist mehrere Lieferungen in kurzer Zeiteinheit zu einer oder wenigen Lieferungen zusammen zu fassen. Zumindest wenn der Kunde das wünscht, weil er kein Amazon Prime hat oder sonstwo kostenlose Lieferungen angeboten werden.

Monetarisierung

Grundsätzlich denke ich, dass dieser Dienst seinen Nutzern einen sehr hohen Nutzen bietet und anfangs wahrscheinlich auch kaum Konkurrenz hätte, so dass man durchaus einen Preis für diese Leistungen verlangen könnte. Am besten wahrscheinlich im Rahmen eines Freemium Models, also so dass ein kleines Paket mit einer begrenzten Anzahl an Artikeln komplett umsonst ist. Erst wenn man sehr viele Artikel automatisieren will, muss man in ein bezahltes Paket wechseln. Zur Verbreitung könnte man ähnlich wie Dropbox für jedem geworbenen User einen Artikel mehr als Abo aufnehmen. Dieses virale Prinzip hat sich ja schon öfter bewährt.

Mehr Potential sehe ich allerdings in den Provisionen, die durch die Weiterleitung der Bestellungen an einen Anbieter entstehen. Das könnte schon zur Finanzierung des Dienstes ausreichen. Eventuell macht das Freemium Model aber trotzdem Sinn, damit man die Geschichte mit den Weiterempfehlungen funktioniert. Wenn das ganze dann irgendwann sehr gut läuft, dann könnte man anfangen die Bestellungen auch von den Lieferanten zu trennen. Dann würde man alle Zahnbürsten der nächsten 3 Monate bündeln, ausschreiben und durch den ausliefern lassen, der den besten Preis anbietet.

Fazit

Ich muss ehrlich gesagt sein, dass ich ausser einiger Zeitschriften oder Mitgliedschaften kaum Abonnements habe. Das liegt aber mehr daran, dass ich zum Steak essen lieber in ein Restaurant gehe und meine Socken so selten kaputt gehen, also aktuell einfach die falschen Dinge im Abo angeboten werden. Für mich würden Alltagsdinge, insbesondere aus dem Körperpflege- und Reinigungsbereich am meisten Sinn machen. Dort würde ich das vermutlich sehr intensiv nutzen, vor allem wenn es so einfach zu bedienen wäre. Die Frage ist natürlich ob das andere Leute auch für sinnvoll halten.

Haltet Ihr das für eine gute Idee? Würdet Ihr das nutzen?

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Flugmeilen und andere Bonuspunkte zu sammeln hat in Deutschland ja nicht gerade den besten Ruf. Es gibt Bedenken wegen des Datenschutzes und dann haben die zahlreichen Affären um das Thema, jüngst ja auch beim Bundespräsidenten, nicht gerade zu einer Besserung des Rufs beigetragen.

In des USA ist man da etwas pragmatischer. Dort scheinen sich wesentlich mehr Leute für das Thema zu interessieren, was man an der Zahl der verschiedenen Blogs zu diesem Thema etwas ablesen kann. Ich habe allerdings auch das Gefühl, dass man in den amerikanischen Programmen wesentlich mehr sparen kann als bei uns, beispielsweise kann man bei den US Airways Dividend Miles, immer mal wieder im Rahmen von Aktionen Meilen einfach kaufen und dann für ca. 2.500 EUR in First Class nach Australien fliegen. Weil die in der Star Alliance sind, sogar mit Lufthansa, wo das regulär wahrscheinlich 13.000 EUR oder mehr kosten dürfte. Wie das genau geht, habe ich mal drüben bei Long Time Out beschrieben.

Aufwendige manuelle Meilenverwaltung

Das Problem an der Sache ist aber, dass man eine ganze Menge Zeit zur Verwaltung seiner Meilen und der entsprechenden Aktionen aufwenden muss. Nach dem Fliegen sollte man beispielsweise immer kontrollieren, ob die entsprechenden Meilen auch gutgeschrieben wurden, da das nur relativ unzuverlässig klappt. Des weiteren wird man immer mal wieder mit verschiedenen Programmen zu tun haben. Zwar gibt es Alliancen, aber wenn man nicht gerade von seinem Arbeitgeber immer die selbe Airline und die selbe Hotelkette bezahlt bekommt, wird man eher nach den preiswerten Angeboten suchen und dann automatisch Punkte in einer Vielzahl an Programmen sammeln. Die meisten Bonuspunkte verfallen aber nach zwei Jahren, so dass man regelmäßig nachsehen muss, wann welche Punkte verfallen und mit welchen Angeboten sie man noch nutzen könnte. Schon das ist recht aufwendig, die Suche nach einer Prämie gestaltet sich dann auch noch einmal schwierig, den gerade bei Flügen gibt es komplizierte Bedingungskonstruktionen zu beachten. Dazu kommen die verschiedenen Statuslevels, mit denen man dann in den Genuss einiger Vielfliegerprivilegien, wie mehr Gepäck, Loungezugang auch wenn man Eco fliegt oder günstigere Upgrades kommt. Es gibt inzwischen viele Leute denen es der Senator Status wert ist, kurz vor Jahrensende noch mal schnell über Zürich nach New York zu fliegen und einen sogenannten Mileage Run zu machen. Kein Wunder also, dass diese Themen in verschiedenen Internetforen wie dem Vielfliegerforum, Vielfliegertreff oder international bei Flyertalk mehr als umfangreich diskutiert werden.

Individuell zugeschnittene Informationen

Einfacher wäre es allerdings, wenn mir ein online Tool diese ganze Arbeit abnehmen würde. Auf der Website hinterlege ich alle meine Punkteprogramme mit den entsprechenden Account- und Zugangsdaten. Die Anwendung ruft dann bei den Programmen meine Kontoauszüge ab und verwaltet meine Punkte. Da die Anwendung dadurch weiss in welchen Programmen ich Punkte samme und wie mein Punktestand ist, kann sie mir genau darauf zugeschnittene Informationen zusenden. Beispielsweise:

  • Benachrichtigung bei neuen Punkten, so dass eine manuelle Kontrolle nach Flügen entfällt
  • Rechtzeitige Warnhinweise vor dem Verfall von Punkten
  • Regelmässige Hinweise auf besondere Aktionen zum Punktesammeln “Doppelte Punkte Aktionen”, etc.
  • Regelmässige Hinweise auf spezielle Aktionen zum Einsatz von Punkten, wie “Meilenschnäppchen”

In den USA gibt es einige solche Dienste, wie AwardWallet, MileageManager, points.com oder mileport, aber in Deutschland oder zumindest Europa ist mir da noch nichts bekannt. Ausprobiert habe ich bisher nur points.com, denn das scheint kostenlos zu sein, aber ich vermisse da doch eine sehr große Menge an Funktionen und ich würde mich eher auf eine sehr gute Integration der wichtigsten Programme, statt auf Masse konzentrieren. Und dann gibt es ja auch noch speziell deutsche Programme, wie PayBack, die die Amis ja auch nicht integriert haben.

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Washington Express, eine Art Kurierdienst in Washington, DC, USA bietet unter anderem auch “line standing services” an:

Do you need to attend a congressional or judicial hearing but don’t have the time to stand in line? Washington Express, a leader in DC area courier services, provides professional, competitively priced line-standing and seat holding services for congressional and judicial hearings.

Our rate for line standing is $40.00 per hour and Supreme Court line standing is $50 per hour. Washington Express has provided line-standing and seat-holding services for over 20 years, and in that time, we have developed significant expertise in all of the sometimes complex details of seat holding and linestanding.

Keine schlechte Idee und in den Hauptstädten dieser Welt gibt es dafür sicher auch jede Menge Bedarf.

(via; Bild CC von saxonmoseley)

Bei PadInTheCity in Madrid kann man sich für Stadttouren iPads mit vorkonfigurierten 3G und jeder Menge vorinstallierter Apps zu Madrid ausleihen. Ich finde das eine interessante Idee. Zum einen ist ein iPad schon ein guter Reiseführer, insbesondere wenn man vor Ort Infos zu weniger touristischen Spots finden will, die eben nicht in jedem Reiseführer drin stehen. Und zum anderen umgeht man die ganzen Probleme mit den lokalen UMTS Netzwerken, weil das Ding ja schon entsprechend vorkonfiguriert ist. Ein iPad kostet 25 EUR pro Tag, dafür bekommt man es aber auch ins Hotel geliefert und es sind alle Datenkosten bereits enthalten. Die Firma arbeitet wohl mit Hotels und Konferenzveranstaltern zusammen.

Angeblich funktioniert das Konzept so gut, dass der Anbieter aus Madrid schon über eine Expansion in andere Städte nachdenkt. Da stehen aktuell London und New York auf dem Plan. Mit der Idee kann man aber sich noch in anderen Städten durchstarten.

(via, Bild CC von thms)

Meine letzte Geschäftsidee war ja eine 24/7 Kinderbetreuungsstädte. Also quasi ein kleiner und wahrscheinlich etwas exklusiverer Kinderhort, in dem man seine Kinder mit einer recht kurzen Vorlaufzeit auch Nachts und am Wochenende unterbringen kann. Beispielsweise bei Notfällen, statt einem Babysitter oder bei beruflichen Notwendigkeiten.

Auch wenn das hier in meinem Blog die am Idee mit der besten Bewertung ist, fürchte ich doch, dass sie wegen der Kosten nur sehr schwer umzusetzen ist. Wahrscheinlich wird es einfach zu teuer und ich bin mir nicht sicher, ob man in einer normalen Stadt wie Nürnberg ausreichend Eltern finden kann, die 800 EUR oder mehr jeden Monat in die Betreuung ihrer Kinder investieren können. Naja, vielleicht in München.

Wie man das ganze aber trotzdem realisieren könnte, wäre eine Art Netzwerk mit bestehenden Einrichtungen. Also angenommen 7 Einrichtungen in einer Stadt arbeiten zusammen und jede übernimmt einen Wochentag lang, die 24/7 Betreuung. Ich würde vermuten, dass die zusätzlichen Kosten durch den einen Nachtdienst pro Woche vergleichsweise niedrig sein werden. Die komplette Infrastruktur ist ja schon vorhanden, also verursacht eigentlich nur das zusätzliche Personal nennenswerte Kosten.

Die Geschäftsidee daran wäre, dass man als Externer die Organisation übernimmt und diese Leistung nach aussen anbietet und abrechnet, nach innen aber dann bestehende Kindertagesstätten, Horts usw. nutzt. Quasi als Betreiberfirma eines Netzwerks. Die Leistungen wären beispielsweise das Suchen, Evaluieren und Einbinden neuer Partner in das Netzwerk, externe Kommunikation wie Betrieb der Website und Vertrieb, interne und externe Abrechnung, eventuell Abholen und Bringen der Kinder, usw. Meiner Meinung nach sind das eine Menge Mehrwerte, für die man auch einen guten Preis verlangen kann, der aber sicher günstiger sein wird, als wenn man die komplette Infrastruktur selbst betreiben müsste.

Fast eine klassische dreifach Win Situation. Einmal für den Anbieter, weil er etwas verdient, für die Kinderbetreuungsstätten, weil sie Mehreinnahmen mit einer besseren Marge erzielen können und für die Eltern, weil es endlich einen solchen Dienst zu einem bezahlbaren Preis gibt.

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In den letzten Tagen bin ich immer mal wieder über verschiedene ältere Blogposts zum Vortragsstil von Steve Jobs gestolpert. Da ich mich der Faszination seiner Keynotes auch nicht wirklich entziehen kann, habe ich mal versucht die Essenz aus diesen Posts zu destillieren. Natürlich sollte man seinen Vortragsstil nicht 1:1 abkupfern, denn das wird kaum authentisch wirken, aber man kann sich doch von seinem Stil und seinen Prinzipien inspirieren lassen:

1. Das Thema in den Fokus rücken
“There is something in the air tonight”. Mit diesen Worten hat Steve Jobs damals die Macworld eröffnet und direkt in das Thema eingeführt. Nicht direkt, sondern sehr dezent hat er auf die spätere Vorstellung des MacBook Air hingewiesen und dieses Topic dann auch immer wieder wiederholt. Jede gute Präsentation solle ein solches Thema haben und es spricht auch nichts dagegen es mehrfach zu kommunizieren. Das muss nicht unbedingt am Anfang sein. “Today Apple reinvents the phone.” hat er damals erst 20 Minuten nach dem Beginn seiner Präsentation gesagt. Aber danach noch einige Male mehr.

2. Die eigene Begeisterung zeigen
Steve Jobs zeigt immer wie begeistert er von einem neuen Produkt oder einer neuen Technologie ist. Während der Präsentation verwendet er Wörter wie  “awesome”, “extraordinary”, “amazing” und “cool”. Die eigene Begeisterung sollte man in seiner Präsentation auf jeden Fall zeigen, denn auch das Publikum will ja begeistert und nicht gelangweilt werden. Das gilt aber nur, wenn das auch der eigenen Persönlichkeit entspricht oder man überhaupt selbst begeistert ist. Einfach Steve Jobs Worte nachzuplappern oder die eigene Begeisterung zu faken wird wohl kaum funktionieren. Dann besser gar keine Präsentation machen.

3. Die Agenda und den Ablauf kommunizieren
Jobs macht das indem er beispielsweise am Anfang “There are four things I want to talk about today. So let’s get started…” sagt und dann immer wieder auf diese vier Punkte Bezug nimmt. Er eröffnet jeden neuen Punkt, beendet ihn wieder und leitet zum nächsten Punkt über: “The iPhone is not standing still. We keep making it better and better and better. That was the second thing I wanted to talk about today. No. 3 is about iTunes.”. Also am Anfang die Agenda kurz vorstellen und dann klar kommunizieren, wenn ein neues Topic beginnt und endet. Die Zuschauer können so die Struktur des Vortrags viel besser erkennen und nachvollziehen.

4. Die Zahlen aussagekräftig machen
Als Steve Jobs vier Millionen verkaufte iPhone ankündigte hat er nicht einfach nur diese Zahl gesagt, sondern versucht sie möglichst plastisch darzustellen und in ein nachvollziehbares Verhältnis zu stellen: “That’s 20,000 iPhones every day, on average.” und noch weiter: “What does that mean to the overall market?”. Anschließend erklärt er, wie groß der Smartphone Markt insgesamt ist und wie toll die Verkaufszahlen von Apple eigentlich sind. Er überlässt die Interpretation der Zahlen also nicht dem Publikum, sondern erklärt sie gleich, beispielsweise indem er sagt dass Apple mehr Marktanteil am US Smartphone Markt hat, also die nächsten drei Wettbewerber zusammen. Man sollte solche Schlüsse nicht dem Publikum überlassen, sondern ruhig auch die Interpretation vornehmen. So lenkt man die Interpretation der Zahlen auch automatisch in die richtige Richtung.

5. Einen unvergesslichen Moment schaffen
Steve Jobs versucht in jeder Präsentation den einen, unvergesslichen Moment zu schaffen, über den später jeder reden wird. In der Regel ist das die Ankündigung oder Enthüllung eines neuen Produkts. Beispielsweise beim MacBook Air, als er den gelben Umschlag hervorholt und damit die geringe Größe des Notebooks demonstriert. Man sollte auch in den eigenen Präsentationen überlegen welches der unvergessliche Moment werden soll und einen entsprechenden Spannungsbogen dorthin aufbauen und den Moment selbst natürlich möglichst gut in Szene setzen.

6. Gute Slides machen
Das versteht sich eigentlich von selbst, aber viele Leute, mich eingeschlossen, neigen dazu, zu viele Informationen auf ihre Folien zu packen. Steve Jobs macht exakt das Gegenteil. Die meisten Slides zeigen genau einen Satz oder genau ein Bild. Beispielsweise wenn er sagt “The first thing I want to talk to you about today…”, ist auf seinen Slides nur eine Nummer “1” zu sehen. Nicht mehr, nur die Nummer. Wenn Jobs über das iPhone redet, ist nur ein Bild des iPhone zu sehen. Text besteht meistens nur aus sehr kurzen Sätzen, mit drei oder vier Wörtern neben dem Bild. Manchmal sogar nur ein einzelner Satz wie “There is something in the air.” Dieser Trend scheint sich inzwischen aber auch anderweitig durchzusetzen. Gute Redner verwenden immer weniger Text und immer mehr ausdrucksstarke Bilder.

7. Eine gute Show abliefern
Seine Präsentationen sind wie eine gute Show aufgebaut, mit Spannung und Entspannung, verschiedenen Themen und Übergängen und einem grandiosen Finale. Sie bestehen aus Musik, Videoclips, Produktdemonstrationen und öft teilt er sich die Bühne auch mit Gästen, wie den CEOs von Partnerfirmen. Dieses Prinzip kann man auch verwenden, indem man mehr Multimedia in den eigenen Vortrag integriert oder anderen Personen kurz das Wort überlässt.

8. Keine Angst vor Fehlern haben
Auch bei der besten Vorbereitung kann es während einer Präsentation zu Problemen kommen. Einmal wollte Steve Jobs live Bilder von einer Website zeigen, was aber nicht funktioniert hat. Jobs hat nur gelächelt und  “Well, I guess Flickr isn’t serving up the photos today.” gesagt. Die Wartezeit hat er genutzt noch einmal die wichtigsten Features vorzustellen. Das wars. Keine große Sache. Es ist besser bei Problemen einfach cool zu bleiben, vielleicht einen Scherz zu machen und dann einfach mit der Präsentation fortzufahren. Niemand wird sich an den Fehler erinnern, wenn man nicht selbst noch darauf hinweist. Und auf keinen Fall am Ende noch einmal dafür entschuldigen, denn das Publikum hat es eigentlich längst vergessen.

9. Den Nutzen verausarbeiten
Während viele andere Redner vor allem auf die Features eingehen, stellt Jobs immer die Vorteile für den Anwender in den Vordergrund. Beispielsweise sagt er bei der Einführung von Leihvideos: We think there is a better way to deliver movie content to our customers.” und “We’ve never offered a rental model in music because people want to own their music. You listen to your favorite song thousands of times in your life. But most of us watch movies once, maybe a few times. And renting is a great way to do it. It’s less expensive, doesn’t take up space on our hard drive…”. Die Zuhörer fragen sich ständig “Wozu brauche ich das?” Diese Frage sollte man beantworten und Niemanden im Dunklen stehen lassen. Also immer den Nutzen aller Dienste, Features und Produkte konkret herausarbeiten und kommunizieren.

10. Üben, üben, üben
Ohne langes Üben ist es kaum möglich einen Vortrag mit Videos, Produktdemonstrationen und Gastsprechern fehlerfrei durchzuführen und das hat Steve Jobs auch so gemacht. Nur so klappt es, dass seine Worte und die Folien so perfekt synchronisiert sind. Seine Präsentationen wirken so leicht und ungezwungen, weil er sie gut einstudiert hat und sich deswegen sicher fühlt. Überhaupt ist das der wichtigste Punkt, man muss sich sicher fühlen, während man den Vortrag gibt oder die Präsentation durchführt. Entweder man hat sich schon 20 mal gemacht oder man muss eben üben.

(Bild von benm_at)

Dass sich Preise je nach Auslastung ändern, ist in vielen Branchen ja eine ganz normale Sache. Flugtickets, Benzin, Aktien oder Hotelübernachtungen sind nur einige Beispiele für Dinge die bei hoher Auslastung oder starker Nachfrage teuerer, bzw. in anderen Zeiten günstiger werden. Eigentlich ja auch gemäß den Gesetzen von Angebot und Nachfrage eine ganz normale Sache. In vielen anderen Bereichen und vor allem im Dienstleistungsgewerbe ist das allerdings noch fast völlig unbekannt, macht aber durchaus auch Sinn und ich bin in diesem Zusammenhang über zwei Blogposts zu dem Thema gestolpert.

Zumindest mit Lieferanten habe ich das Prinzip schon angewendet. So musst ich aufgrund einer Wette für einen Monat für einen Kollegen einen Segway mieten. Da die Dinger auch im Anschaffungspreis nicht gerade günstig sind, ist auch der Mietpreis vergleichsweise hoch. Da ich aber keinen Zeitdruck hatte, habe ich der Verleihfirma vorgeschlagen, dass sie sich den Termin aussuchen können, wenn sie gerade schlecht ausgelastet sind und habe so fast 50% Nachlass auf den regulären Mietpreis bekommen.

Im Bereich IT-Consulting und Support in dem ich beruflich arbeite, gibt es das Prinzip zumindest nach unten. Also wenn ein Kunde eine größere Anzahl an Beratungstagen vorab kauft oder sich verpflichtet sie abzunehmen, bekommt er einen günstigeren Preis, weil wir ja geringere Vertriebs- und Organisationskosten haben. Das ist normal. Aber manche Kunden versuchen auch bei kleinen Aufträgen den Preis zu drücken. Da man ja für einen eingeräumten Rabatt auch immer eine Gegenleistung verlangen soll, ist die Idee mit der zeitlichen Flexibilität schon interessant. Einem Kunde, der auch für wenige Tage einen günstigen Preis haben will, könnte man anbieten, dass man den Auftrag zu einem Zeitpunkt durchführt, wo man eine geringe Auslastung hat. Eigentlich eine klassische Win-Win Situation. Der Kunde bekommt den besseren Preis und der Anbieter eine stabilere Auslastung. Solange man klar kommuniziert, dass der Preis an den Termin gebunden ist und er nicht Kunde zweiter Klasse ist sollte das funktionieren – solange der Auftrag nicht zeitkritisch ist natürlich.

Findet Ihr das einen möglichen Weg? Theoretisch müsste es ja auch möglich sein für sehr kurzfristige Aufträge sogar einen Aufschlag zu verlangen. Also wenn man statt der normalen 4 Wochen Wartezeit schon nächste Woche anfangen soll, müsste doch sogar ein Aufschlag auf den normalen Preis durchsetzbar sein. Aus irgendeinem Grund hat das aber einen negativen Beigeschmack, also würde man eine Notlage ausnützen. Ist das nur mein Eindruck oder ist das wirklich so? Vermutlich ist es besser nur in die andere Richtung, also mit Nachlässen zu arbeiten. Was meint Ihr?

(Bild von worldeconomicforum)