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“You have to be different, great, or first”

Loretta Lynn

Loretta Lynn

OK, ich gebe es gleich am Anfang zu: Hier geht es um ein Thema, von dem ich gar keine Ahnung habe, aber vielleicht ist das ja trotzdem eine passable Idee:

Problem Kinderbetreuung

Bei Freunden sehe ich es immer wieder, wie problematisch es ist die Kinderbetreuung zu organiseren. Bei den meisten Paaren in unserem Bekanntenkreis führt das dazu, dass man irgendwann nur noch einen der beiden, in der Regel den Mann, zu Gesicht bekommt. Viele Leute haben zwar die Möglichkeit die Kinder bei den Großeltern abzugeben oder haben sogar einen Babysitter im Zugriff, aber auch das erfordert meistens längerfristige Planung und erfordert einen gewissen Verwaltungsoverhead. Beispielsweise beim Vereinbaren von Treffen, muss immer erst Rücksprache mit der Schwiegermutter gehalten werden. Hat die selber einen Termin, muss eben der komplette Freundeskreis umdisponieren. Noch schwieriger wird das Ganze, wenn man Alleinerziehend ist. Zum einen durch den fehlenden Partner, aber auch weil die Verwandschaft ja kleiner ist – zumindest tendenziell.

Der Kindergarten oder Kinderkrippen sind in der Regel auch keine große Hilfe, denn die haben ihre festen Öffnungszeiten und starren Regeln und stehen natürlich auch abends nicht zu Verfügung. Tagesmütter, werden, wie der Name schon sagt wohl die Kinder auch eher am Tage betreuen.

Gleichzeitig vermute ich aber eine höhere Nachfrage nach Kinderbetreuungsleistungen. Immer mehr Menschen sind nicht bereit ihr Leben wegen Kindern umzustellen. Das sieht man ja schon an den zurückgehenden Geburtenzahlen oder dass viele Frauen gleich nach dem Mutterschutz wieder in den Beruf einsteigen. Im Falle dieser Doppelverdiener steht dann ja sogar mehr Budget für Kinderbetreuung zur Verfügung.

24/7 Kinderbetreuung

Die Idee besteht in einer privaten Kinderbetreuung, die 24/7, also rund um die Uhr und an allen Tagen der Woche geöffnet hat. Man könnte das entweder an einen bestehenden Kindergarten anschließen, was durch die vorhandene Infrastruktur eventuell einfacher wäre. Es wäre aber auch möglich von Anfang an nur eine kleine Krippe aufzubauen, die gar keinen regulären Kindergarten anbietet, sondern nur auf Ausnahmefälle spezialisiert ist.

Die Einrichtung bietet ihren Mitglieder die Möglichkeit zu jeder Zeit, also auch am Heiligen Abend, in Betreuung zu geben. Entweder komplett ohne vorherige Vereinbarung oder zumindest mit einer sehr geringen Vorwarnzeit von maximal einer Stunde. Die Einrichtung verfügt über entsprechende Möglichkeiten dass die Kinder schlafen, essen oder spielen können und das rund um die Uhr. Die Betreuung erfolgt durch ausgebildete Kindergärtnerinnen und/oder Kinderkrankenschwestern, also ausgebildete Fachkräfte.

Preismodel

Zuerst muss man, wie bei einem Fitness Studio, Mitglied werden und zahlt einen monatlichen Mitgliedsbeitrag, der einen dazu berechtigt seine Kinder kurzfristig in die Betreuung geben zu können. Dadurch sind alle vertraglichen und abwicklungstechnischen Formalitäten bereits mit der Mitgliedschaft geregelt. Der monatliche Beitrag erlaubt dem Anbieter die entsprechende Infrastruktur aufrecht zu erhalten, die Miete zu bezahlen, usw. Eventuell ist auch eine Probephase zur Eingewöhnung des Kinds enthalten. Zur Preisdifferenzierung könnte man verschiedene Level anbieten, die unterschiedliche Zeiten abdecken. In der kleinsten Stufe ist beispielsweise Nachts und Wochenende ausgeschlossen. Wenn man nun sein Kind wirklich in die Betreuung bringt, zahlt man einen Beitrag für jede angebrochene Stunde, den man entweder vorher als Guthaben eingezahlt hat oder der in regelmässigen Abständen abgerechnet wird. Das dient zur Finanzierung der Betreuung, bzw. der Personalkosten, die ja mit der Anzahl der Kinder zunimmt. Gleichzeitig soll es auch verhindern, dass Eltern ihre Kinder übermässig in die Betreuung bringen.

Fazit

Wie schon geschrieben, habe ich wenig Ahnung von Kinderbetreuung. Insbesondere weiss ich nicht, welche Schwierigkeiten es da geben kann. Kann man Kinder ohne lange Eingewöhnung überhaupt von Fremden betreuen lassen oder kriegen die einen Knacks. Bei IKEA scheint es zumindest zu funktionieren. Gibt es Eltern die das machen würden oder wären die meisten zu unsicher. Also gibt es überhaupt Nachfrage nach solchen Leistungen? Würdet Ihr Eure Kinder in einer solchen Einrichtung abgeben?

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Super Tipp für 1Password

Julian —  16. February 2012 — Leave a comment

Das Tool 1Password sollte ja eigentlich jeder haben. Falls Ihr es schon kennt, gleich unten bei den Tipps weiterlesen, falls nicht, hier was es macht in Kürze: Das Tool verwaltet Passwörter für Websites und andere wichtige Daten. Wenn man das benutzt kann man im Web für alle Websites unterschiedliche und vor allem komplizierte Passwörter verwenden, weil man sich die ja nicht mehr merken muss. Das ist zum einen sehr gut für die Sicherheit und letztendlich sogar bequemer, weil das Tools sich über Plugins in alle bekannten Browser einklinkt und die Passwörter automatisch einfüllt. Es fällt also sogar das Abtippen weg und man muss nicht einmal die Zwischenablage bedienen. Alles geht quasi automatisch. Und auch wenn man sich bei einer neuen Webseite registriert oder anmeldet fragt 1Passwort automatisch nach, ob man das Passwort in der Datenbank abspeichern will. Daneben bietet es einen Generator für sichere Passwörter und kann seine natürlich verschlüsselte Datenbank auch synchronisieren, so dass man auf allen PCs, Macs und sogar dem iPhone alle Passwörter immer dabei hat. Also insgesamt total praktisch und total sicher. Jeder will das haben.

Das ist aber natürlich noch nicht alles. Folgende Tipps machen das Leben mit 1Password noch einmal einfacher:

Tipp #1: Das Tool kann einen gleich in die gewünschte Website einloggen ohne das man sie vorher aufrufen muss. Normalerweise startet man den Browser, ruft die Seite auf und füllt das Passwort mit 1Passwort ein. Das kann man sich aber alles sparen: Dazu klickt man einfach innerhalb von 1Passwort doppelt auf einen Eintrag. Dann wird der Browser gestartet, die gewünsche Site geöffnet, das Passwort eingetragen und man wird gleich angemeldet. Super easy, super schnell.

Tipp #2: Es kommt aber noch besser. Man kann das auch noch als Bookmark abspeichern. Dazu öffnet man den Browser und 1Password gleichzeitig und zieht den gewünschten Eintrag in 1Passwort auf die Bookmark-Leiste des Browser. Wenn man jetzt da drauf klickt, wird die Seite in einem neuen Tab geladen, das Passwort ausgefüllt und man man wird gleich eingeloggt. So muss man nicht einmal 1Password selbst mehr öffnen. Das spart ungemein Zeit, die man dann gleich sinnvoll in das Lesen von Tweets investieren kann.

(Foto CC von kathycsus)

OK, die besten Beispiele, dass alles länger dauert als man denkt, kommen wahrscheinlich aus der Softwareentwicklung oder zumindest aus dem IT Bereich. Aber auch in “normalen” Berufen oder dem Privatleben kennt man es, dass man Zeitaufwände grundsätzlich zu optimistisch schätzt: Vor dem Weggehen noch schnell etwas reparieren oder vor dem ins Bett gehen noch kurz etwas zu Ende bringen. Es wird immer später als man denkt. Aber woran liegt das? Und vor allem, was kann man dagegen tun?

Eine Erklärung liefert das Planing Fallacy Model:

Wir stellen uns beim Planen immer einen möglichst optimalen Ablauf vor und vernachlässigen schlechte Erfahrungen aus der Vergangenheit.

Erklären lässt sich das durch verschiedene Einflüsse:

  • Wishful Thinking: Wir wünschen uns einen möglichst optimalen Ablauf in der Umsetzung, also konzentrieren wir uns in der Planung auch nur auf dieses Szenario.
  • Self-Serving Bias: Wir schätzen unsere eigenen Erfolge in der Vergangenheit positiver ein, als sie tatsächlich waren und rechnen vor allem alle extern verursachten Verzögerungen aus dieser Einschätzung heraus.
  • Impression Management: Wir wollen vor den Anderen möglichst gut dastehen und optimieren daher die Zeitschätzungen ein kleines bisschen
  • Focalism: Wir konzentrieren uns nur auf die projektinternen Risiken und beachten alle von außen möglichen Probleme wie bsp. Krankheiten nicht
  • Optimism Bias: Selbst wenn wir externe und interne Risiken beachten, dann neigen wir dazu deren Eintrittswahrscheinlichkeit und ihre Auswirkungen zu gering einzuschätzen
  • Mission-, Scope- oder Feature-Creep: In großen und komplexen Projekten mit nicht absolut feststehenden Zielen, werden während des Projekts die Ziele verändert oder unkontrolliert Änderungen vorgenommen.
  • Strategic Misrepresentation: Während der Planungsphase, steht oft die Genehmigung noch aus und die ist abhängig von Zeit- oder Budgetaufwand. Auch deswegen wird – beabsichtigt oder unbeabsichtigt – nach unten optimiert, denn in der Regel ist es einfacher später eine Genehmigung für den Zusatzaufwand zu bekommen.

Eine Möglichkeit die eigenen Schätzungen zu verbessern und zumindest die ersten vier der obigen Ursachen zu minimieren ist es sich selbst in der Dritten Person vorzustellen, quasi als ob man sich in einem Film zuschaut. Dadurch hat man einen objektiveren Blickwinkel, denkt mehr an externe Probleme und allgemeine Projektrisiken und kann deswegen bessere Zeitschätzungen abgeben:

People typically underestimate the time necessary to complete their tasks. According to the planning fallacy model of optimistic time predictions, this underestimation occurs because people focus on developing a specific plan for the current task and neglect the implications of past failures to meet similar deadlines. We extend the classic planning fallacy model by proposing that a phenomenal quality of mental imagery – the visual perspective that is adopted – may moderate the optimistic prediction bias. Consistent with this proposal, participants in four studies predicted longer completion times, and thus were less prone to bias, when they imagined an upcoming task from the third-person rather than first-person perspective. Third-person imagery reduced people’s focus on optimistic plans, increased their focus on potential obstacles, and decreased the impact of task-relevant motives on prediction. The findings suggest that third-person imagery helps individuals generate more realistic predictions by reducing cognitive and motivational processes that typically contribute to bias.

Quellen: Wikipedia Planning Fallacy & Studie “Perspectives on prediction: Does third-person imagery improve task completion estimates?” from Organizational Behavior and Human Decision Processes, via Eric Baker (Fotos CC von leejordan)

blk. | The Dark Side of Water

Julian —  14. February 2012 — Leave a comment

blk (via inspire me now)

Die Montagslinks

Julian —  13. February 2012 — Leave a comment

Hier die interessantesten Links über die ich letzte Woche gestolpert bin::

Corporate Blogs – 10 Gründe, warum der Erfolg ausbleibt – karrierebibel.de

Die Karrierebibel listet die 10 wichtigsten Gründe auf, woran es liegen kann, wenn Ihr Corporate Blog keinen Erfolg hat.

paycloud – WG-Abrechnung leicht gemacht

Paycloud ist ein Dienst, der die Abrechnung in der WG oder anderen Gruppen vereinfacht. Man stellt die Rechnungen ein, gibt an, wer an was beteiligt wird und wer was bezahlt hat. Der Dienst rechnet dann aus, wer wem noch Geld schuldet.

Why Amazon Is The Best Strategic Player In Tech – Forbes

Hervorragende Analyse, warum Amazon einer der am strategischen vorgehende Player im eCommerce ist .

8 Tipps zur Vorbereitung auf eine Betriebsprüfung

Natürlich trifft es nie einen selber oder die eigene Firma. Aber falls doch ist man mit einer guten Vorbereitung sicher besser dran. Natürlich muss man unbedingt mit seinem Steuerberater sprechen und den am besten auch bei allen Kontakten mit dem Herrn vom Finanzamt dabei haben. Aber der Blogpost bereitet einen zumindest ein bisschen vor.

GreenGoose – Play Real Life

Sehr interessante Geschäftsidee, bestehend aus verschiedenen Senoren, die den Alltag tracken. Die eigene Bewegung, das Haustier, den Toilettendeckel, usw. Man hängt einen zentralen Reciever ins Netzwerk und die Sensoren bestehen aus Stickern Anhängern oder Karten. Die Auswertungen erfolgen über die Plattform.

Guten Start in die neue Woche,
Julian

“The value of an idea lies in the using of it”

Thomas A. Edison

Thomas A. Edison

ROI of Social Media

Julian —  11. February 2012 — Leave a comment

(via Karrierebibel)

10 Ideen für mehr Umsatz

Julian —  10. February 2012 — Leave a comment

10 Ways to Increase Sales in 2012

(via Truaxis)

E-Books Fluch und Segen

Julian —  9. February 2012 — 4 Comments

Seit einigen Monaten habe ich einen Kindle und ich finde, dass es aktuell kein besseres Gerät gibt um E-Books zu lesen. Aber ich bin mir noch nicht sicher ob ich auch ein Freund von E-Books an sich werde. Ich würde sie eigentlich schon gerne mögen und ich glaube auch, dass sie sich langfristig durchsetzen werden. Schließlich haben sie eine Menge an Vorteilen. Die wichtigsten sind meiner Meinung nach:

  • Der viel einfacherer Transport.
    Ich befinde ich mich ja gerade auf einer längeren Reise und nur durch einen E-Book Reader ist es überhaupt möglich, viele Bücher mitzunehmen. Da ich relativ schnell und zumindest auf Reisen aus sehr viel lese, komme ich locker auf 2 oder 3 Bücher pro Woche. Auf dem herkömmlichen Weg wäre das vollkommend unmöglich gewesen und mehr als 2 Bücher hätte ich kaum mitnehmen können. Der Lesestoff wäre mir schon in der ersten Woche ausgegangen.
  • Die ständige Verfügbarkeit.
    Zumindest die Kindle E-Books kann ich überall lesen. Neben dem eigentlichen Kindle Reader gibt es eine Software für den Rechner oder das Notebook und eine App für die meisten Telefone. Selbst wenn also der Kindle zu Hause liegt, kann ich auf dem Telefon weiter an meinem aktuellen Buch lesen. Vielleicht etwas weniger komfortabel, aber es geht. Und da sich die Geräte synchronisieren, weiss mein Telefon sogar, wo ich gestern auf dem Mac aufgehört habe.
  • Die Unzerstörbarkeit.
    Sofern man ein Backup hat, sind die Bücher eigentlich unzerstörbar. Wenn ich im Urlaub meinen Reader in den Pool fallen lasse, ist das Gerät natürlich kaputt, aber meine Bücher sind es nicht. Entweder habe ich hoffentlich zu Hause noch ein Backup oder im Falle des Amazon Kindle speichern die alles für mich. Ich muss mir nur ein neues Gerät besorgen (oder auf das Handy ausweichen) und kann weiterlesen.
  • Die viel einfachere Beschaffung.
    Das ist für mich der wichtigste Vorteil. Zwar ist es zu Hause in Deutschland noch vergleichsweise einfach schnell an Bücher zu kommen, indem man einfach in die nächstgelegene Buchhandlung geht. Aber im Ausland gilt das natürlich nicht mehr, hier gibt es allerhöchstens am Flughafen ca. 20 Bücher und zwar die, die die deutsche Hausfrau gerne am Strand ließt. Englische Bücher gibt es noch ein paar mehr, aber natürlich auch eher Romane. Zur Zeit hat man evtl. noch Glück mit der Steve Jobs Biographie. Die gibt es überall – ich hab sie aber leider schon gelesen. Bei der Beschaffung von Büchern liegt das E-Book einfach ganz weit vorne, denn ich logge mich bei Amazon ein und kann schon 2 Minuten später mit dem Lesen anfangen. Selbst in Deutschland ist das unschlagbar schnell, denn die Lieferung eines gedruckten Buchs kommt im besten Fall auch erst am nächsten Tag.

Es gibt noch weitere Vorteile für den Anwender und die Allgemeinheit, aber die finde ich nicht so spannend. Weniger Papieverbrauch? Naja, das wird schon nicht so schlimm sein. Volltextsuche? Habe ich noch nie benützt. Weniger Platz? Ist mir zu Hause egal. Variable Schriftgrößen oder Anmerkungen im Buch? Naja, allenfalls nice to have.

Aber neben diesen Vorteilen gibt es auch Nachteile. Zahlenmässig sind das zwar weniger, aber ich finde sie inhaltlich wesentlich bedeutender:

  • Die E-Books gehören mir nicht wirklich.
    Zumindest beim Kindle und bei Apple kann ich ausser Lesen fast nichts machen, was mit einem normalen Buch möglich wäre: Ich kann es nicht an jemanden verleihen und ich kann es nicht verkaufen, wenn ich es nicht mehr brauche. Genauso kann ich ein E-Book weder weiter verschenken, wenn ich es gelesen habe, noch überhaupt verschenken. Zumindest nicht richtig. Es wird schon eine Möglichkeit geben, einen Amazon Gutschein zu schenken oder irgendwo einen Code zu bekommen, mit dem sich jemand anderes dann kostenlos das Buch downloaden kann, aber das ist ja nicht das selbe. Wie bei einer Software hat man eigentlich nur noch eine Lizenz die einem die Nutzung erlaubt, aber das wars dann schon. Letztendlich hat man das Buch eigentlich nur ausgeliehen.
  • Die Preise sind zu hoch.
    Viele Leute werden argumentieren, dass es ein Vorteil ist, dass E-Books etwas günstiger sind als gedruckte Bücher, Aber dafür, dass man das E-Book letztendlich nur ausgeliehen hat, sind mi die Preise zu hoch. Deutsche E-Books kosten meistens fast das gleiche wie das gedruckte Buch und das ist angesicht der gesparten Kosten bei Druck, Logistik, usw. eigentlich eine Frechheit. Ausländische Bücher sind sind meistens so 20% günstiger, aber das ist als “Leihgebühr” immer noch zu teuer. Zumal ja der komplette Gebrauchtmarkt wegfällt, da man die Bücher eben nicht verkaufen oder weiter verschenken kann müssen ja mehr Bücher gekauft werden. Das ist in der aktuellen Diskussion bei den Schulbüchern von Apple ein interessanter Punkt. Die amerikanischen Schulbuchverlage, die da mitmachen, haben sich auf ca. 30% des normalen Preises eingelassen. Da gedruckte Schulbücher in der Regel drei Jahre lang genutzt werden, die neuen Versionen auf dem iPad aber nicht weitergegeben werden können, erwarten die trotzdem den gleichen Umsatz.

In diesem Zusammenhang vielleicht auch interessant, dass man immer mal wieder hört, dass der hohe Preis von E-Books in Deutschland an der Buchpreisbindung läge. Das stimmt aber nicht, denn die verbietet nur dass das gleiche Produkt bei verschiedenen Händlern für unterschiedliche Preise verkauft wird. Genau wie bei der gebundenen Ausgabe und dem Taschenbuch darf der Verlag auch für das E-Book einen anderen Preis nehmen. Den legt er völlig frei selbst fest. Allerdings sind in dem E-Book die normalen 19% MwSt. statt der vergünstigten 7% bei gedruckten Büchern enthalten.

In Summe überwiegen für mich die Vorteile von E-Books, aber gleichzeitig ärgere ich mich eigentlich, dass ich mich so verarschen lasse beim Eigentum an den Büchern und beim Preis. Mein Wunsch wäre, wenn man beim DRM schon nichts machen kann, dass E-Books etwa 30% des gedruckten Buches kosten und dass ich, wenn ich das gedruckte Buch kaufe, das E-Book kostenlos dazu bekommen. So kann ich zu Hause die Papierversion lesen und mich an der Haptik erfreuen und unterwegs auf das E-Book ausweichen. Seit dem ich den Kindle habe, kaufe ich jetzt schon wesentlich mehr Bücher als früher, also werden die Verlage auch nicht weniger an mir verdienen. Apple hat mit den MP3s und den Apps doch schon gezeigt wie man Content verkauft und dass bei günstigeren Preisen auch mehr gekauft wird. Vor allem lohnt sich die Piraterie nicht mehr, weil wegen der geringeren Preise sich niemand mehr die Arbeit macht durch Viren, Spam und Ads verseuchte Websites zu wühlen. Bis da hin müsste ich mich eigentlich beim Kaufen von E-Books noch ein bisschen zurückhalten.

(Foto CC von 49365126@N07)