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Dass sich Preise je nach Auslastung ändern, ist in vielen Branchen ja eine ganz normale Sache. Flugtickets, Benzin, Aktien oder Hotelübernachtungen sind nur einige Beispiele für Dinge die bei hoher Auslastung oder starker Nachfrage teuerer, bzw. in anderen Zeiten günstiger werden. Eigentlich ja auch gemäß den Gesetzen von Angebot und Nachfrage eine ganz normale Sache. In vielen anderen Bereichen und vor allem im Dienstleistungsgewerbe ist das allerdings noch fast völlig unbekannt, macht aber durchaus auch Sinn und ich bin in diesem Zusammenhang über zwei Blogposts zu dem Thema gestolpert.

Zumindest mit Lieferanten habe ich das Prinzip schon angewendet. So musst ich aufgrund einer Wette für einen Monat für einen Kollegen einen Segway mieten. Da die Dinger auch im Anschaffungspreis nicht gerade günstig sind, ist auch der Mietpreis vergleichsweise hoch. Da ich aber keinen Zeitdruck hatte, habe ich der Verleihfirma vorgeschlagen, dass sie sich den Termin aussuchen können, wenn sie gerade schlecht ausgelastet sind und habe so fast 50% Nachlass auf den regulären Mietpreis bekommen.

Im Bereich IT-Consulting und Support in dem ich beruflich arbeite, gibt es das Prinzip zumindest nach unten. Also wenn ein Kunde eine größere Anzahl an Beratungstagen vorab kauft oder sich verpflichtet sie abzunehmen, bekommt er einen günstigeren Preis, weil wir ja geringere Vertriebs- und Organisationskosten haben. Das ist normal. Aber manche Kunden versuchen auch bei kleinen Aufträgen den Preis zu drücken. Da man ja für einen eingeräumten Rabatt auch immer eine Gegenleistung verlangen soll, ist die Idee mit der zeitlichen Flexibilität schon interessant. Einem Kunde, der auch für wenige Tage einen günstigen Preis haben will, könnte man anbieten, dass man den Auftrag zu einem Zeitpunkt durchführt, wo man eine geringe Auslastung hat. Eigentlich eine klassische Win-Win Situation. Der Kunde bekommt den besseren Preis und der Anbieter eine stabilere Auslastung. Solange man klar kommuniziert, dass der Preis an den Termin gebunden ist und er nicht Kunde zweiter Klasse ist sollte das funktionieren – solange der Auftrag nicht zeitkritisch ist natürlich.

Findet Ihr das einen möglichen Weg? Theoretisch müsste es ja auch möglich sein für sehr kurzfristige Aufträge sogar einen Aufschlag zu verlangen. Also wenn man statt der normalen 4 Wochen Wartezeit schon nächste Woche anfangen soll, müsste doch sogar ein Aufschlag auf den normalen Preis durchsetzbar sein. Aus irgendeinem Grund hat das aber einen negativen Beigeschmack, also würde man eine Notlage ausnützen. Ist das nur mein Eindruck oder ist das wirklich so? Vermutlich ist es besser nur in die andere Richtung, also mit Nachlässen zu arbeiten. Was meint Ihr?

(Bild von worldeconomicforum)

Die Idee aus Online Inhalten oder Social Media Aktivitäten echte, anfassbare Produkte erstellen zu lassen, finde ich toll. Besonders spannend fand ich bisher diese Ideen:

StickyGram
Der Dienst erstellt Kühlschrankmagneten aus den eigenen Instagram Bildern. Man autorisiert sich auf der Website einfach mit seinem Instagram Account, die Site lädt alle Bilder und man kann sich dann ein Paket aus neun seiner besten Bilder aussuchen. Für 15 $ inklusive Versandkosten bekommt man dann einige Zeit später seine Magnete zugeschickt.

TweetBookz
Hier kann man sich ein Buch seiner eigenen Tweets drucken lassen, die auch noch ziemlich gut aussehen. Die eigenen Tweets werden in schöne Designs eingebaut. Insgesamt werden 200 Tweets integriert und man kann selbst entscheiden welche Tweets aufgenommen werden sollen. TweetBooks bietet Hardcover für 25 $ und Softcover für 15 $ an. Verschickt wird weltweit.

TweetNotebook
So ähnlich funktioniert auch TweetNotebook, nur bekommt man hier quasi ein leeres Notizbuch, in dem unten jeweils ein Tweet aufgedruckt ist. So in etwa wie ein Spruch des Tages. Das schöne hier ist, dass man nicht nur seinen eigenen, sondern auch fremde Accounts verwenden kann.

Die Idee lässt sich ja quasi beliebig weiterdenken. Man könnte die Inhalte aus Facebook oder anderen Social Networks verwenden und auf viele  verschiedene Arten in echte Produkte integrieren. Als Reiseverrückter würde ich mich irgendwas mit Foursquare wünschen. Beispielsweise eine Weltkarte, die anzeigt wo ich überall schon eingecheckt habe.

(Bild von rsanc)

10 Infos zu Überzeugungskraft:
  1. Verhandeln ist lebensnotwendig,  denn ein zu niedriges Gehalt ist tödlich.
  2. Während Verhandlungen sollte man immer Kaffee ausschenken.
  3. Die richtige Strategie hängt auch vom eigenen Aussehen ab.
  4. Manchmal ist es besser Aufforderungen zu geben, manchmal besser zu fragen.
  5. Mit rhetorischen Fragen ist man überzeugender. Und Du willst doch überzeugend ein, oder?
  6. Es gibt Tricks um die eigene Stimme überzeugender klingen zu lassen.
  7. Arschkriechen ist gesund und Komplimente funktionieren wirklich.
  8. Nur Name Dropping funktioniert leider nicht.
  9. Lass den anderen besser eine Nacht drüber schlafen.
  10. Auch für Drohungen gibt es eine richtige Zeit.

Englischer Originalpost von Eric Barker. Das ganze Blog ist sehr lesenswert.

(Bild von soukup)

Anfangs fand ich es keine gute Idee, dass Facebook für mich entscheidet, welche Updates von Freunden oder Seiten für mich relevant sind und welche nicht. Inzwischen bin ich ehrlich gesagt ganz froh darüber, dass ich nicht alles präsentiert bekomme und noch besser finde ich, dass ich darauf Einfluss nehmen kann. In den Abonnementeinstellungen kann man mittlerweile für seine Kontakte angeben, ob man a) alle, b) nur die wichtigsten oder c) keine Aktualisierungen bekommen will. Manchmal passe ich das ein bisschen ab, beispielsweise bei Urlaubsbekanntschaften. Da freue ich mich sehr, immer mal wieder was zu lesen, aber zu viel muss ja auch nicht sein.

Dieses Prinzip, nämlich die Anzahl der Aktualisierungen anzupassen, könnte man gut auf E-Mail Newsletter übertragen. Ich habe einige abonniert, die ich zwar grundsätzlich interessant finde, die mir aber zu oft zugeschickt werden. Entweder filtere ich die in einen Unterordner in den ich nur hin und wieder reinsehe oder ich melde mich gleich ab. Als Newsletter-Anbieter, könnte man, wenn ein User sich abmelden will, anbieten in Zukunft weniger Informationen zuzusenden. Ich persönlich hätte sicher das ein oder andere Abonnement nicht beendet, wenn es diese Option gegeben hätte. Entweder wie man es von Mailinglisten kennt auf einen daily oder weekly Digest zu wechseln oder noch besser, auch nur die wichtigen Inhalte. Als Absender flaggt man einfach das was wichtig ist und nur das geht auch an diese Zielgruppe.

Für den User ist das eine praktische Funktion und auch der Anbieter sollte froh sein, wenn der Empfänger weiterhin an seinen Informationen interessiert ist. Keine Ahnung ob es diese Funktion bei einem der etablierten Newsletter Outsourcer schon gibt. Ich fände es jedenfalls ein sehr nützliches Feature.

Ich habe eine große Abneigung gegenüber Versicherungen und alles was mit Versicherungen zu tun hat. Zum einen hasse ich es wie man sich gegenüber den Versicherungen beispielsweise bei Gesundheitsfragen ausziehen muss und zum anderen habe ich immer das Gefühl über den Tisch gezogen zu werden. Und das hängt vor allem mit den Provisionen zusammen. Die werden irgendwie in meine Monatsbeiträge eingerechnet und ich habe keine Ahnung was der Spass letztendlich kostet. Wie viel bezahlt man für die eigentliche Absicherung und was steckt der Vermittler ein.

Auf die Frage nach einer Rückvergütung der Provison konnten sich die Vermittler bisher immer gut rausreden, denn es gab ein sogenanntes Provisionsabgabeverbot (von 1934), das aber inzwischen gekippt wurde. D.h. der Vermittler darf die Provision oder einen Teil davon an den Kunden rückvergüten.

Dadurch stellt sich die Frage, wie hoch diese Provisionen denn ausfallen. Laut fintext.de in etwa so:

  • Lebensversicherung, Rente, BU: 2,5% bis 7% der Gesamtprämie
  • Krankenversicherung (PKV): 6 bis 12 Monatsprämien
  • Sachversicherungen: 20 bis 80% einer Jahresprämie
  • Fondsanlagen: 75 bis 100% des Agios
  • Immobilienfinanzierung: 0,5 bis 2% der Finanzierungssumme
  • Bausparvertrag: 1 bis 1,5% der Bausparsumme
  • Beteiligungen: 5 bis 15% der Einlagesumme

Das sind nur die Abschlussprovisionen und da kommen laufende Bestandsprovisionen oft noch dazu. Gerade wenn man sich selbst gut informiert hat und der Vermittler wenig Arbeit hatte, sollte man da in Zukunft definitiv nach einer Offenlegung und Beteiligung fragen. Oder wo anders abschliessen.

(via)

“I am not a vegetarian because I love animals; I am a vegetarian because I hate plants.”

A. Whitney Brown

A. Whitney Brown

Es gibt ja schon eine Menge neuer Ideen in der Gastronomie was die Preisgestaltung angeht: Das älteste Beispiel sind wohl die All-You-Can-Eat Buffets. Neuere Beispiele sind Kneipen in denen der Bierpreis nach Angebot und Nachfrage dynamisch bestimmt wird oder die Pay-As-Much-As-You-Want Geschichten, wo man nach dem Essen einfach soviel bezahlt, wie einem die Sache wert war. In Torronto oder Tokyo gibt es sogar Cafes in denen man kostenlos essen kann, denn ein Markensponsor übernimmt hinterher die Rechnung.

Eine neue Idee kommt jetzt aus Russland. Im Moskauer Babochki Anticafé bezahlt man 1,5 Rubel (etwa 4 Cent) pro Minute für den Aufenthalt. Alles weitere, also Essen und Getränke ist komplett kostenlos. Für den Minutenpreis bietet das Cafe verschiedene Getränke sowie Tee, Kaffee und Desserts, die Besucher dürfen aber auch mitgebrachte Speisen und Getränke verzehren. Daneben gibt es verschiedene Brettspiele, eine Xbox, WiFi und einen Filmraum.

Eine interessante Idee, die sicher auch viel PR einbringen wird. Bei der Menüauswahl muss man ein bisschen aufpassen, dass man keine zu teuren Dinge auf der Speisekarte hat und ein bisschen kann man durch die Zubereitungszeit ja auch nachhelfen. Interessant auch der Aspekt, dass die Besucher, je länger sie bleiben auf jeden Fall auch mehr bezahlen. In einem normalen Restaurant ist das ja nicht immer so. Insbesondere wenn irgendjemand mit dem Notebook und einem Glas Wasser ein Cafe zum Coworking Space umfunktioniert.

(via)

GD Star Rating
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Weil Produkte mit einem guten Design das Selbstwertgefühl heben:

Just as good looks bestow an unconscious “beauty premium” on people, high aesthetics bestows an unrecognized benefit on consumer goods. Specifically, choosing a product with good design affirms the consumer’s sense of self. Choice of a highly aesthetic product was compared with choice of products superior on other attributes including function, brand, and hedonics to show that only aesthetics influences a consumer’s personal values. In study 1 a prior self-affirming task leads to a decrease in choice share of a highly aesthetic option. Studies 2 and 3 mimic prior research on self-affirmation with, however, choice of a highly aesthetic product replacing a traditional self-affirmation manipulation.Choosing a product with good design resulted in increased openness to counter-attitudinal arguments and reduced propensity to escalate commitment toward a failing course of action. There are numerous implications of this form of self-affirmation, from public policy to retail therapy.

Quelle: “Self-Affirmation through the Choice of Highly Aesthetic Products” from Journal of Consumer Research (via)

10 Wege um kreativer zu werden:
  1. Buche einen Flug: Reisen, Bewegung und die Begegnung mit anderen Kulturen erhöhen die Kreativität.
  2. Umgib Dich nicht mit der Farbe Rot, bleibe besser bei Blau.
  3. Lasse Dich zurückweisen.
  4. Kaufe eine Topfpflanze.
  5. Rede Dir ein, dass Du Probleme für jemand anderen löst oder tu so als wärst Du ein Kind.
  6. Lerne eine andere Sprache.
  7. Denke an Liebe, nicht an Sex.
  8. Hoffnungsvolle Mitarbeiter und zu selbstsichere Chefs sind kreativer. Kreativ zu sein, hindert einen aber eher in der Karriere.
  9. Mache eine Pause uns sei nicht so streng zu Dir.
  10. Lächle. Oder runzle die Stirn, während Du glücklich bist. Egal wie, sei auf jeden Fall glücklich.

Englischer Originalpost von Eric Barker. Das ganze Blog ist sehr lesenswert.

(Bild von opensourceway)

Die Links zum Sonntag

Julian —  11. March 2012 — Leave a comment

Hier die interessantesten Links über die ich diese Woche gestolpert bin::

Abo-Commerce – 22 spannende Konzepte aus Deutschland :: deutsche-startups.de

Passend zu meinem Abo Commerce Artikel neulich, stellt Deutsche Startups hier 22 verschiedene Konzepte aus diesem Feld vor. Von Tierfutter, über Büromaterial oder Snacks für den Arbeitsplatz, Sachen zum Kochen, usw. Insgesamt finde ich das Theme Abo im B2B Bereich interessant. Da ist man nämlich sicher bereit für die Zeitersparnis ein bisschen mehr zu bezahlen.

Y Combinator: Startup Ideas We’d Like to Fund

Wem gerade nicht einfällt mit welcher Startup-Idee er es demnächst probieren soll, kann sich ja ein bisschen von dieser Liste inspirieren lassen, die Y Combinator aufgestellt hat. Der VC ist unter anderem an AirBnB und Dropbox beteiligt.

Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Europa ist doomed

Das ist mal eine interessante Korrelation: Im der Deutschen Grammatik gibt es eine starke und eine schwache Zukunftsform “morgen regnets”, vs. “morgen wirds regnen”. In vielen anderen Ländern aber nicht und genau diese Länder haben alle Probleme mit ihrer Zukunft. Untersucht wurde das im Bereich Finanzen & Gesundheit. Und jetzt mal raten, welches diese Länder/Sprachen sind: Englisch, Französisch, Portugiesisch, Italienisch, Irisch, Griechisch und Spanisch. Bis auf Frankreich genau die Länder, die ein Schuldenproblem haben.

Procrastination Is Essential to Innovation – Whitney Johnson at HBR

Durch das Aufschieben einer (auch eigentlich angenehmen) Aufgabe, entsteht eine wesentlich größere Anspannung, wenn das Ende der Deadline naht. Diese Angst führt dann, zumindest wenn sie nicht zu stark wird, zu wesentlich mehr Innovation und natürlich auch Aktivität. Also eine Art Flow Zustand, wenn man so will. Full Disclosure: Bei mir funktioniert das genau so.

How to Ask for Business on Facebook, Twitter | Entrepreneur.com

Eigentlich selbstverständlich, aber trotzdem haben viele Leute ein Problem damit, sehr direkt zu fragen, nach dem was sie wollen. In diesem Fall Geschäft. Der Artikel gibt ein paar Anregungen, wie man das macht und elegant verpackt.

Schönes Wochenende,
Julian