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Die Links zum Sonntag

Julian —  1. April 2012 — Leave a comment

Hier die interessantesten Links über die ich diese Woche gestolpert bin:

Versteckte Fallen bei Investorenverträgen – deutsche-startups.de

Investorenverträge sind in der Regel sehr speziell und individuell verhandelt und ein Investor wird für sein Geld versuchen möglichst viel Einfluss im Startup zu haben. Der Post beschreibt die beliebtesten Fall in Investorenverträgen und wie sie funktionieren.

Starting a Bank — Matt Mullenweg

Matt Mullenweg ist der Gründer von Schöpfer von WordPress und Gründer von Automattic, die beispielsweise wordpress.com betreiben. Er schreibt, dass er, wenn er nicht an WordPress arbeiten würde, am liebsten eine Bank gründen würde. Und zwar eine Bank, die nach etwas anderen Regeln als bisher funktioniert. Sehr interessante Ideen dabei.

Schönes Wochenende,
Julian

“Ideas are commodity. Execution of them is not.”

Michael Dell

Michael Dell

Ich hatte ja neulich schon geschrieben, dass ich Ideen, die Social Media mit echten, anfassbaren Produkten verbinden, sehr spannend finde und auch gleich ein paar Beispiele vorgestellt. Da kannte ich allerdings das ultimative Produkt, dass man mit seinen oder fremden Tweets individualisieren kann noch nicht: Shitter druckt Tweets auf Toilettenpapier.

Das tolle ist, dass man nicht nur seine eigenen Tweets zu Papier bringen kann, sondern noch viele weitere Auswahloptionen hat: Neben beliebigen fremden Accounts kann man auch die eigene Timeline, die eigenen Tweets, alle Favoriten und sogar beliebige Twitterlisten drucken lassen. Da lohnt es sich, wenn man rechtzeitig eine Twitter Liste mit den wichtigsten Wettbewerbern erstellt hat.

Der Preis ist mit 35 US$ zzgl. Shipping leider nicht ganz billig, aber als Geschenk für einen lieben Kollegen kann man das schon einmal ausgeben. Ich habe mir jedenfalls gleich einen kompletten Jahresvorrat mit den Tweets von @gethash zugelegt. Denn da wächst endlich zusammen was zusammen gehört.

Bei PadInTheCity in Madrid kann man sich für Stadttouren iPads mit vorkonfigurierten 3G und jeder Menge vorinstallierter Apps zu Madrid ausleihen. Ich finde das eine interessante Idee. Zum einen ist ein iPad schon ein guter Reiseführer, insbesondere wenn man vor Ort Infos zu weniger touristischen Spots finden will, die eben nicht in jedem Reiseführer drin stehen. Und zum anderen umgeht man die ganzen Probleme mit den lokalen UMTS Netzwerken, weil das Ding ja schon entsprechend vorkonfiguriert ist. Ein iPad kostet 25 EUR pro Tag, dafür bekommt man es aber auch ins Hotel geliefert und es sind alle Datenkosten bereits enthalten. Die Firma arbeitet wohl mit Hotels und Konferenzveranstaltern zusammen.

Angeblich funktioniert das Konzept so gut, dass der Anbieter aus Madrid schon über eine Expansion in andere Städte nachdenkt. Da stehen aktuell London und New York auf dem Plan. Mit der Idee kann man aber sich noch in anderen Städten durchstarten.

(via, Bild CC von thms)

  1. Wer jeden Tag ein bisschen übt, verbesserte seine Willenskraft mit der Zeit
  2. Als Quickfix: Muskeln anspannen, gerade hinsetzen und die Arme verschränken. Oder einfach an Geld denken.
  3. Ausreichend essen und schlafen. Letzteres hilft sogar gegen Zeitverschwendung im Internet.
  4. Deine Umwelt ist wichtig, denn Deine Umgebung hat viel mehr Einfluss als Du denkst.
  5. Nur nicht überheblich werden: Wenn Du denkst Du hast ausreichen Selbstdisziplin,  führt das eher zum versagen. Manchmal sind die kleinen Versuchungen schlimmer als die ganz Großen.
  6. Sag niemals “nie wieder”, denn damit machst Du die Sache nur noch schlimmer.
  7. Der Schlüssel einer Versuchung zu widerstehen ist, sie eigentlich nur aufzuschieben. 
  8. Verbessere Deine Haltung und Deine Willenskraft wird sich auch verbessern. Disziplin in einem Bereich färbt auch auf andere Bereiche Deines Lebens ab.
  9. Noch ein Quickfix gefällig? Kauf Dir einen Spiegel.
  10. Selbstdisziplin ist ein besserer Indikator für Erfolg als der IQ.

Englischer Originalpost von Eric Barker. Das ganze Blog ist sehr lesenswert.

 

 

Meine letzte Geschäftsidee war ja eine 24/7 Kinderbetreuungsstädte. Also quasi ein kleiner und wahrscheinlich etwas exklusiverer Kinderhort, in dem man seine Kinder mit einer recht kurzen Vorlaufzeit auch Nachts und am Wochenende unterbringen kann. Beispielsweise bei Notfällen, statt einem Babysitter oder bei beruflichen Notwendigkeiten.

Auch wenn das hier in meinem Blog die am Idee mit der besten Bewertung ist, fürchte ich doch, dass sie wegen der Kosten nur sehr schwer umzusetzen ist. Wahrscheinlich wird es einfach zu teuer und ich bin mir nicht sicher, ob man in einer normalen Stadt wie Nürnberg ausreichend Eltern finden kann, die 800 EUR oder mehr jeden Monat in die Betreuung ihrer Kinder investieren können. Naja, vielleicht in München.

Wie man das ganze aber trotzdem realisieren könnte, wäre eine Art Netzwerk mit bestehenden Einrichtungen. Also angenommen 7 Einrichtungen in einer Stadt arbeiten zusammen und jede übernimmt einen Wochentag lang, die 24/7 Betreuung. Ich würde vermuten, dass die zusätzlichen Kosten durch den einen Nachtdienst pro Woche vergleichsweise niedrig sein werden. Die komplette Infrastruktur ist ja schon vorhanden, also verursacht eigentlich nur das zusätzliche Personal nennenswerte Kosten.

Die Geschäftsidee daran wäre, dass man als Externer die Organisation übernimmt und diese Leistung nach aussen anbietet und abrechnet, nach innen aber dann bestehende Kindertagesstätten, Horts usw. nutzt. Quasi als Betreiberfirma eines Netzwerks. Die Leistungen wären beispielsweise das Suchen, Evaluieren und Einbinden neuer Partner in das Netzwerk, externe Kommunikation wie Betrieb der Website und Vertrieb, interne und externe Abrechnung, eventuell Abholen und Bringen der Kinder, usw. Meiner Meinung nach sind das eine Menge Mehrwerte, für die man auch einen guten Preis verlangen kann, der aber sicher günstiger sein wird, als wenn man die komplette Infrastruktur selbst betreiben müsste.

Fast eine klassische dreifach Win Situation. Einmal für den Anbieter, weil er etwas verdient, für die Kinderbetreuungsstätten, weil sie Mehreinnahmen mit einer besseren Marge erzielen können und für die Eltern, weil es endlich einen solchen Dienst zu einem bezahlbaren Preis gibt.

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In den letzten Tagen bin ich immer mal wieder über verschiedene ältere Blogposts zum Vortragsstil von Steve Jobs gestolpert. Da ich mich der Faszination seiner Keynotes auch nicht wirklich entziehen kann, habe ich mal versucht die Essenz aus diesen Posts zu destillieren. Natürlich sollte man seinen Vortragsstil nicht 1:1 abkupfern, denn das wird kaum authentisch wirken, aber man kann sich doch von seinem Stil und seinen Prinzipien inspirieren lassen:

1. Das Thema in den Fokus rücken
“There is something in the air tonight”. Mit diesen Worten hat Steve Jobs damals die Macworld eröffnet und direkt in das Thema eingeführt. Nicht direkt, sondern sehr dezent hat er auf die spätere Vorstellung des MacBook Air hingewiesen und dieses Topic dann auch immer wieder wiederholt. Jede gute Präsentation solle ein solches Thema haben und es spricht auch nichts dagegen es mehrfach zu kommunizieren. Das muss nicht unbedingt am Anfang sein. “Today Apple reinvents the phone.” hat er damals erst 20 Minuten nach dem Beginn seiner Präsentation gesagt. Aber danach noch einige Male mehr.

2. Die eigene Begeisterung zeigen
Steve Jobs zeigt immer wie begeistert er von einem neuen Produkt oder einer neuen Technologie ist. Während der Präsentation verwendet er Wörter wie  “awesome”, “extraordinary”, “amazing” und “cool”. Die eigene Begeisterung sollte man in seiner Präsentation auf jeden Fall zeigen, denn auch das Publikum will ja begeistert und nicht gelangweilt werden. Das gilt aber nur, wenn das auch der eigenen Persönlichkeit entspricht oder man überhaupt selbst begeistert ist. Einfach Steve Jobs Worte nachzuplappern oder die eigene Begeisterung zu faken wird wohl kaum funktionieren. Dann besser gar keine Präsentation machen.

3. Die Agenda und den Ablauf kommunizieren
Jobs macht das indem er beispielsweise am Anfang “There are four things I want to talk about today. So let’s get started…” sagt und dann immer wieder auf diese vier Punkte Bezug nimmt. Er eröffnet jeden neuen Punkt, beendet ihn wieder und leitet zum nächsten Punkt über: “The iPhone is not standing still. We keep making it better and better and better. That was the second thing I wanted to talk about today. No. 3 is about iTunes.”. Also am Anfang die Agenda kurz vorstellen und dann klar kommunizieren, wenn ein neues Topic beginnt und endet. Die Zuschauer können so die Struktur des Vortrags viel besser erkennen und nachvollziehen.

4. Die Zahlen aussagekräftig machen
Als Steve Jobs vier Millionen verkaufte iPhone ankündigte hat er nicht einfach nur diese Zahl gesagt, sondern versucht sie möglichst plastisch darzustellen und in ein nachvollziehbares Verhältnis zu stellen: “That’s 20,000 iPhones every day, on average.” und noch weiter: “What does that mean to the overall market?”. Anschließend erklärt er, wie groß der Smartphone Markt insgesamt ist und wie toll die Verkaufszahlen von Apple eigentlich sind. Er überlässt die Interpretation der Zahlen also nicht dem Publikum, sondern erklärt sie gleich, beispielsweise indem er sagt dass Apple mehr Marktanteil am US Smartphone Markt hat, also die nächsten drei Wettbewerber zusammen. Man sollte solche Schlüsse nicht dem Publikum überlassen, sondern ruhig auch die Interpretation vornehmen. So lenkt man die Interpretation der Zahlen auch automatisch in die richtige Richtung.

5. Einen unvergesslichen Moment schaffen
Steve Jobs versucht in jeder Präsentation den einen, unvergesslichen Moment zu schaffen, über den später jeder reden wird. In der Regel ist das die Ankündigung oder Enthüllung eines neuen Produkts. Beispielsweise beim MacBook Air, als er den gelben Umschlag hervorholt und damit die geringe Größe des Notebooks demonstriert. Man sollte auch in den eigenen Präsentationen überlegen welches der unvergessliche Moment werden soll und einen entsprechenden Spannungsbogen dorthin aufbauen und den Moment selbst natürlich möglichst gut in Szene setzen.

6. Gute Slides machen
Das versteht sich eigentlich von selbst, aber viele Leute, mich eingeschlossen, neigen dazu, zu viele Informationen auf ihre Folien zu packen. Steve Jobs macht exakt das Gegenteil. Die meisten Slides zeigen genau einen Satz oder genau ein Bild. Beispielsweise wenn er sagt “The first thing I want to talk to you about today…”, ist auf seinen Slides nur eine Nummer “1” zu sehen. Nicht mehr, nur die Nummer. Wenn Jobs über das iPhone redet, ist nur ein Bild des iPhone zu sehen. Text besteht meistens nur aus sehr kurzen Sätzen, mit drei oder vier Wörtern neben dem Bild. Manchmal sogar nur ein einzelner Satz wie “There is something in the air.” Dieser Trend scheint sich inzwischen aber auch anderweitig durchzusetzen. Gute Redner verwenden immer weniger Text und immer mehr ausdrucksstarke Bilder.

7. Eine gute Show abliefern
Seine Präsentationen sind wie eine gute Show aufgebaut, mit Spannung und Entspannung, verschiedenen Themen und Übergängen und einem grandiosen Finale. Sie bestehen aus Musik, Videoclips, Produktdemonstrationen und öft teilt er sich die Bühne auch mit Gästen, wie den CEOs von Partnerfirmen. Dieses Prinzip kann man auch verwenden, indem man mehr Multimedia in den eigenen Vortrag integriert oder anderen Personen kurz das Wort überlässt.

8. Keine Angst vor Fehlern haben
Auch bei der besten Vorbereitung kann es während einer Präsentation zu Problemen kommen. Einmal wollte Steve Jobs live Bilder von einer Website zeigen, was aber nicht funktioniert hat. Jobs hat nur gelächelt und  “Well, I guess Flickr isn’t serving up the photos today.” gesagt. Die Wartezeit hat er genutzt noch einmal die wichtigsten Features vorzustellen. Das wars. Keine große Sache. Es ist besser bei Problemen einfach cool zu bleiben, vielleicht einen Scherz zu machen und dann einfach mit der Präsentation fortzufahren. Niemand wird sich an den Fehler erinnern, wenn man nicht selbst noch darauf hinweist. Und auf keinen Fall am Ende noch einmal dafür entschuldigen, denn das Publikum hat es eigentlich längst vergessen.

9. Den Nutzen verausarbeiten
Während viele andere Redner vor allem auf die Features eingehen, stellt Jobs immer die Vorteile für den Anwender in den Vordergrund. Beispielsweise sagt er bei der Einführung von Leihvideos: We think there is a better way to deliver movie content to our customers.” und “We’ve never offered a rental model in music because people want to own their music. You listen to your favorite song thousands of times in your life. But most of us watch movies once, maybe a few times. And renting is a great way to do it. It’s less expensive, doesn’t take up space on our hard drive…”. Die Zuhörer fragen sich ständig “Wozu brauche ich das?” Diese Frage sollte man beantworten und Niemanden im Dunklen stehen lassen. Also immer den Nutzen aller Dienste, Features und Produkte konkret herausarbeiten und kommunizieren.

10. Üben, üben, üben
Ohne langes Üben ist es kaum möglich einen Vortrag mit Videos, Produktdemonstrationen und Gastsprechern fehlerfrei durchzuführen und das hat Steve Jobs auch so gemacht. Nur so klappt es, dass seine Worte und die Folien so perfekt synchronisiert sind. Seine Präsentationen wirken so leicht und ungezwungen, weil er sie gut einstudiert hat und sich deswegen sicher fühlt. Überhaupt ist das der wichtigste Punkt, man muss sich sicher fühlen, während man den Vortrag gibt oder die Präsentation durchführt. Entweder man hat sich schon 20 mal gemacht oder man muss eben üben.

(Bild von benm_at)

Die Links zum Sonntag

Julian —  25. March 2012 — 2 Comments

Die heutigen Linktipps werden Ihnen präsentiert von gethash.org, dem international führenden Online-Magazin für Trash-TV, Schaschlik-Kultur und elektronische Datenverarbeitung:

Reinventing the Office: How to Lose Fat and Increase Productivity at Work

OK, der Titel ist ein bisschen übertrieben, aber es sind ein paar gute Tipps und Ideen dabei, wie man seine Arbeitsumgebung etwas sportlicher und damit besser für die Gesundheit gestalten kann. Ein paar der Ideen würde ich gerne auch bei uns im Office umsetzen.

tripit project

Als User bei TripIt, kann man sich auf dieser Seite schöne Visualisierungen der eigenen Flughistorie erstellen lassen. Beispielsweise auf welchen Flughäfen man war oder auf welchen Strecken man viel Zeit verballert hat.

Schönes Restwochenende,
Julian

“When you find an idea that you just can’t stop thinking about, that’s probably a good one to pursue.”

Josh James

Josh James

Scheint ein Fehler gewesen zu sein. Eine Studie hat nämlich ergeben, dass ein Alkoholspiegel von bis zu 0,7 Promille die Fähigkeit Probleme kreativ zu lösen deutlich verbessert:

The key finding of the new research is that the intoxicated participants solved more items on the Remote Associates Test compared with the control participants (they solved 58 per cent of 15 items on average vs. 42 per cent average success achieved by controls), and they tended to solve the items more quickly (11.54 seconds per item vs. 15.24 seconds). Moreover, the intoxicated participants tended to rate their experience of problem solving as more insightful, like an Aha! moment, and less analytic.

Werde sofort den Kühlschrank im Büro wieder mit Bier füllen lassen. Na dann Mahlzeit, äh Prost.