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Kleine, spannende und vor allem kostenlose Mac App, mit der man sich selber beschränken kann, wenn es eben mit der Selbstkontrolle nicht so klappt. In der App hinterlegt man welche ablenkende Websites man sperren möchte (Blacklist) oder erlaubt nur manche Sites (Whitelist). Danach setzt man den Timer auf die gewünschte Zeit und klickt auf Start. Solange die eingestellte Zeit nicht abgelaufen ist, kann man nicht auf die hinterlegten Websites zugreifen. Auch nicht, wenn man die App beendet oder den Rechner neu startet.

selfcontrol

Im Gegensatz zu anderen, ähnlichen Apps, ist SelfControl ein bisschen cleverer als nur die lokale Hosts Datei zu manipulieren, den es verhindert neben der Namensauflösung auch den Netzwerkzugriff auf die betreffenden IP Adressen. Einen guten Admin wird es aber kaum lange aufhalten und ich habe trotz meiner geringen BSD Kenntnisse nur etwa 12 Minuten gebraucht um zu verstehen, wie die Netzblockade funktioniert. Ein normaler User hat aber wenig Chance die App zu umgehen.

Fast jeder wird sich schon einmal zu Hause ausgesperrt haben. Wenn man Glück hat, gibt es noch einen Mitbewohner, der einen weiteren Schlüssel hat oder man hat einen Ersatzschlüssel bei Freunden, den Eltern oder Nachbarn deponiert. Wobei die ja alle nicht 24/7 in Rufbereitschaft sind. Ansonsten braucht man einen Schlüsseldienst, der einem für relativ wenig Geld das Schloss zerstört um einem dann für viel Geld ein neues zu verkaufen.

Eine bessere Idee hatte jetzt eine Firma in New York, die gegen eine monatliche Gebühr einen Ersatzschlüssel aufbewahren und im Notfall schnell vorbeibringen. Zuerst kommen die vorbei und nehmen den Ersatzschlüssel mit oder erstellen eine Kopie direkt in ihrem Servicewagen. Der Schlüssel wird dann mit zusammen mit einem Passwort und einem Foto des Bewohners, aber ohne Adresse sicher verwart. Im Notfall kann man die Firma 24/7 anrufen, das Passwort nennen und bekommt dann seinen Notschlüssel geliefert.

Leider scheint die Website der Firma in NY inzwischen umgezogen zu sein und ich finde die neue Adresse nicht. Trotzdem eine sehr gute Idee, die man sich hier auch überlegen könnte.

Update: Über einen Kommentar kam der Hinweis, dass es mit KeyStorage so etwas auch in Deutschland bereits gibt.

(Bild CC)

Die Links zum Sonntag

Julian —  3. March 2013 — Leave a comment

Hier die interessantesten Links über die ich diese Woche gestolpert bin:

Yahoo CEO Marissa Mayer Changes Work-From-Home Policy

Managers and workers are talking about Yahoo Inc.’s decision to call all home-based employees back to the office. Some are cheering Chief Executive Marissa Mayer’s decision to bring employees closer together, while others say the move is anything but hospitable to working parents

Eine Ode ans Büro – Spiegel Online

Home Office war gestern: Die Yahoo-Chefin beordert ihre Mitarbeiter dorthin zurück, wo Arbeit hingehört, und die Welt schreit auf. Warum eigentlich? Büros fördern Kreativität, verhindern Faulheit wie Selbstausbeutung und sorgen für ein besseres Privatleben.

BlaBlaMeter – wie viel Bullshit steckt in Ihrem Text?

Interessantes Tool, dass zu einem in die Website kopierten Text einen Bullshit Index berechnet und gleich eine entsprechende Wertung dazu abgibt. Ich habe es einmal sogar geschafft mit einem Text (gottseidank nicht von mir) die Skala nach oben zu sprengen.

Berliner Firma stellt Autisten als IT-Spezialisten ein – Spiegel Online

“Das Potential von Autisten wird stark unterschätzt, findet ein Berliner IT-Unternehmer. Er bietet Fehler-Checks für Computerprogramme an und stellt dafür gezielt Menschen mit Asperger-Syndrom ein. Sie graben sich wie Archäologen durch das Buchstaben- und Zahlengewirr – mit Erfolg.”

Schönen Sonntag,
Julian

“Wer die Arbeit kennt und sich nicht drückt, ist verrückt”

Tick, Trick & Track

Tick, Trick & Track

Endlich hat das mal jemand umgesetzt: Vergleichsweise kleine Sticker, die man auf Sachen kleben kann, die man wiederfinden will. Mit der zugehörigen iPhone oder Android App wird man benachrichtigt wenn der Aufkleber einen bestimmten Radius erreicht oder verlässt. Man kann den entsprechenden Gegenstand orten oder ein Licht, bzw. einen Buzzer aktivieren, genannt Stick-N-Find:

sticknfind-radar-hand

Leider werden die erst in zwei Monaten erhältlich sein, aber dann werde ich die Teile sofort auf alle schnurlosen Telefone zu Hause kleben, weil es bei uns einen Hausgeist gibt, der die Dinger immer irgendwo versteckt. Und natürlich auf alles andere was ich immer suchen muss, wie Geldbeutel oder Schlüsselbund.

Das Geschäftsmodel Massenabmahnung scheint gescheitert zu sein. Wie Heise berichtet hat Digiprotect, eines der ersten Unternehmen dass massenhaft Abmahnungen an Tauschbörsennutzer veranlasst hat, Insolvenz angemeldet. Kurz vorher hat sich die Firma noch von Digiprotect in FDUDM2 GmbH umbenannt. Nun hat das Amtsgericht Frankfurt am 15. Februar das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Firma wurde vom Musikproduzenten Moses Pelham (Sabrina Setlur, Rödelheim Hartreim Projekt oder Glashaus) mitgegründet, der selber ja schon einmal mit dem Urheberrecht in Konflikt geriet, weil sein für Sabrina Setlur produziertes Lied “Nur mir” enthielt Teile eines Liedes von Kraftwerk enthielt.

Ich würde mal sagen damit ist das Thema Massenabmahnungen als Geschäftsmodel wohl erledigt. Es formiert sich immer mehr Gegenwehr, die Politik macht immer mehr Regelungen die den Schadensersatz begrenzt und auch die Gerichte werden immer restriktiver. Wahrscheinlich kann man in einigen Nischen hin und wieder noch ein bisschen Geld dazuverdienen, aber nachhaltig dürfte das ganze nicht sein.

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Julian —  27. February 2013 — Leave a comment
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organspende

Kam gestern in den Nachrichten auf B5 Aktuell: Laut einer Untersuchung der Barmer GEK, geht die Bereitschaft zur Organspende nach den Skandalen in Göttingen, Regensburg, München und Leipzig immer weiter zurück. Im September 2011 haben immerhin noch 66% der Befragten mit “bestimmt” oder “wahrscheinlich” bezüglich ihrer eigenen Bereitschaft geantwortet, waren es jetzt bei einer neuen Befragung im Januar 2013 nur noch 52%.

Auf den ersten Blick klingen die Zahlen ja sogar ganz gut, ich vermute aber, dass wenn die gefragt hätten: “Zeigen Sie mir mal Ihren Organspendeausweis.”, dann wäre das dramatisch schlechter ausgefallen. Also es gibt sicher einen sehr großen Unterschied, zwischen der Anzahl der Leute für die das theoretisch in Frage kommt und denen die wirklich einen Ausweis haben.

Ich denke, selbst wenn jemand der eigentlich noch gar nicht dran gewesen wäre, dank meiner Organe gerettet wird, dann ist das ja immer noch besser als wenn der stirbt. Zumal es mir, wenn die mich irgendwo tot aus dem Auto herausschneiden herzlich egal ist, was mit meinen Organen passiert. Es stand zwar schon so in meiner Patientenverfügung, aber ich habe heute wegen der aktuellen Meldungen auch gleich einen Organspendeausweis in meinen Geldbeutel gepackt. Das dauert keine 2 Minuten: Entweder hier ausfüllen und gleich selbst ausdrucken oder hier eine kostenlose Plastikkarte bestellen. Wer es schon gemacht hat, kann ja einen Kommentar hinterlassen.

(via)

folder1 folder2 folder3

Das ist das nächste Programm, das ich auf dem iPhone nicht mehr missen möchte: FolderEnhancer. Damit lässt sich das Aussehen und das Verhalten der Folder im Springboard selbst anpassen.

Im linken Screenshot sieht man schon das wichtigste Feature: Normalerweise kann man auf einem iPhone 5 bis zu 16 Apps in einen Folder packen. Gerade bei den Spielen haben aber viele Leute mehr als diese 16 Apps und dann muss man eben einen zweiten Folder anlegen. Mit dem Nachteil, dass man später nicht mehr weiss, ob Tetris jetzt in “Games” oder in “Spiele” liegt. FolderEnhancer um geht diese Restriktion und man kann nach der Installation unbegrenzt Apps in einen Folder legen. Wenn es mehr sind, als auf dem Bildschirm darstellbar sind, muss man eben scrollen. Genau so wie es direkt im Springboard passiert, nur eben innerhalb des Ordners.

In den Optionen des Programms kann man relativ gut einstellen, wie die Folder aussehen und sich verhalten sollen, aber das sind für meine Begriffe eher Spielereien. Trotzdem natürlich nice to have.

Ebenfalls sehr angenehm, dass die Einstellungen komplett, auch bei einem Devicewechsel erhalten bleiben. FolderEnhancer speichert seine Einstellungen in einer Datei, die von iTunes auch mit gesichert wird. Das bedeutet, dass auch auf einem neuen Gerät, nach der Installation von FolderEnhancer, alle Apps wieder dort liegen, wo man das gewohnt ist. Man muss also nicht wieder neu alles in die Ordner einsortieren.

FolderEnhancer kostet 1.99 $, ist meiner Meinung nach aber jeden Cent wert. Da es normal über den Cydia Store verkauft wird, kann man es, wie im iTunes Store auch, auf jedem neuen Gerät sofort installieren, ohne erneut zahlen zu müssen.