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Nachdem sonst bei jeder Kleinigkeit die Facebook oder Google an seinen Plattformen ändert ein Aufschrei durch die schlecht informierte Social Media Meute geht, ist es dieses Mal erstaunlich ruhig. Dabei hat Facebook meiner Meinung nach gerade einen ziemlichen Hammer aus dem Sack gelassen:

Wie heise online und die Süddeutsche Zeitung berichten, werden bei Facebook die privaten Nachrichten zwischen Nutzern automatisiert auf verdächtige Inhalte gescannt. Sollte der Filter ein Gespräch finden, dass gemäß früherer Chatprotokolle zu einem Verbrechen passen könnte, wird ein Facebook Mitarbeiter verständigt, der dann entscheiden kann, ob er proaktiv auf Ermittlungsbehörden zugeht. Aktuell wird das nach Angaben von Facebook  vor allem für sexuelle Übergriffe auf Minderjährige gemacht und nur wenn Facebook annimmt, dass sich die Personen nicht aus dem realen Leben kennen.

Ich finde es trotzdem höchst bedenklich, wenn sich ein privates Unternehmen herausnimmt einen eigenen Auftrag zur Aufklärung oder gar Verhinderung von Straftaten zu haben. Klar muss ein Kommunikationsunternehmen auf richterliche Anordnung die entsprechenden Protokolle rausrücken, aber auf eigene Veranlassung hin und sogar gezielt danach suchen, das geht meiner Meinung nach gar nicht. Natürlich kann Facebook in seiner Plattform letztendlich machen was Facebook will, aber an dieser Stelle halte ich das Vorgehen letztendlich für eine Täuschung, da man vorgaukelt, dass diese Nachrichten wirklich privat seien. Ich habe schon immer die Devise, dass ich Facebook keinen Content liefere, den ich nicht morgen auf einem DIN A0 Plakat vor meiner Haustüre finden will. Man muss sich ab jetzt nur daran erinnern, dass das auch für die Nachrichten und Chats gilt.

Apple, Google, Facebook, Amazon dominieren die Nutzung im Internet. Das Video gibt einen Überblick über Strategien und Geschäftsmodelle der „Großen Vier“ und deren Bedeutung für die Nutzer:

Eigentlich ein recht banales Thema, aber dann doch wieder irgendwie spannend. Gibt es einen optimalen Zeitpunkt für Blogposts, Tweets oder Facebook Statusmeldungen? Muss es ja eigentlich. Zumindest gibt es sicher einen falschen Zeitpunkt. Da besonders bei Twitter ja ein unablässiger Stream an neuen Tweets nachkommt, macht es wenig Sinn als B2B Anbieter nachts etwas zu twittern. Bis das die potentiellen Adressaten das am nächsten Tag, wahrscheinlich während ihrer Arbeitszeit lesen können, sind schon genug neue Meldungen dazu gekommen. Und wer liest denn schon alles rückwärts nach?

Auf Karrierebibel habe ich eine Infografik gefunden: eine Agentur hat 500.000 Meldungen und 5 Mio Klicks auf die Meldungen Ihrer Kunden untersucht und versucht ein Muster zu finden. Zumindest für den B2B Bereich fand ich die Ergebnisse wenig überraschend:

Bei Twitter:

  • Unter der Woche ist besser als am Wochenende
  • Tagsüber ist besser als nachts
  • Es gibt kaum einen Unterschied bei den Wochentagen

Bei Facebook verhält es sich leicht anders:

  • Der Unterschied zwischen Wochenende und unter der Woche ist nicht sehr groß
  • Tagsüber ist deutlich besser als nachts
  • Montag und Freitag besser als Dienstag und Donnerstag. Mittwoch ist am schlechtesten

Dass die Daten bei Facebook und Twitter unterschiedlich sind überrascht mich etwas. Vielleicht weil bei Facebook doch weniger durchrauscht und mehr nachgelesen wird. Dass Facebook auch am Wochenende ankommt, müsste ja fast daran liegen, dass die Leute Twitter am Wochenende weniger benutzen als Facebook.

Wie sich das ganze bei Blogposts verhält, wurde nicht untersucht. Im NETWAYS Blog halten wir es aber so, dass wir neue Blogposts nur an Wochentagen und da möglichst während der Arbeitszeit online stellen. Zwar werden Blogposts noch mehr nachgelesen als Tweets und Statusmeldungen, aber die Wahrscheinlichkeit das der Post gelesen wird ist meiner Meinung nach so am größten. Da wir die Blogposts auch per Twitter verkünden, versuchen wir sogar die Mittagspause zu vermeiden.

(Foto CC von daniloramosweb)