US Einwanderungsbehörde liest private Facebook Mails

Julian —  11. June 2013 — 8 Comments

Anscheinend lesen die amerikanischen Behörden nicht nur bei Verdacht auf terroristische Aktivitäten mit, sondern auch bei viel banaleren Dingen:

Zwei deutschen Frauen wurde die Einreise in die USA verweigert, weil sie dort ohne Arbeitsgenehmigung ein Praktikum machen oder als Au-Pair arbeiten wollten. Den verdutzen Frauen wurde bei der Befragung durch das US Department of Homeland Security ein Ausdruck ihrer vermeintlich privat geglaubten Facebook Nachrichten vorgelegt. Die Beamten hatten diese Nachrichten offenbar wochenlang mitgelesen.

Hier geht es zum Artikel: US-Beamte schickten Deutsche nach Facebook-Mails zurück

8 responses to US Einwanderungsbehörde liest private Facebook Mails

  1. Hermann Müller 12. June 2013 at 10:48

    Der Artikel lässt aber viele Fragen offen. Haben die Frauen vorher ein Visum beantragt welches abgelehnt wurde? Zumindest in dem Fall “Jana” wird klar, dass diese ja vorsätzlich gelogen.

    • Das ist vollkommend richtig und es ist auch in Ordnung, dass die die Frauen nach Hause geschickt haben. Das Problem ist die Verhältnismässigkeit zwischen dem “Vergehen” und dem Eingriff in ein Grundrecht.

      Zumal diese Lüge ziemlich verbreitet ist. Fast jeder, der geschäftlich in die USA reist, verstößt dagegen, da der Begriff “Arbeit” sehr weit gefasst ist. Wenn Du als IT Experte auch nur einen Tag bei der Filiale Deines Arbeitgebers in den Staaten arbeitest, hast Du gelogen. Wenn Du als Freiberufler irgendetwas, auch wenn Du in DE bezahlt wirst, in den USA machst, hast Du gelogen. Wenn Du von Deinem Blog lebst und in den USA einen Artikel schreibst, hast Du gelogen. Dann evtl. sogar doppelt, weil Du als Journalist ein extra Visum brauchst. Wenn Du auf einer Messe, bei der Dein Arbeitgeber Aussteller ist, ein Kundengespräch führst, hast Du gelogen.

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  1. Anonymous - 24. June 2013

    […] […]

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