Paperless: Was kann man alles digitalisieren? (Teil 2)

Julian —  11. October 2012 — 5 Comments

Gestern hatte ich ja schon geschrieben, warum es Sinn macht Musik, Fotos, Visitenkarten und Bücher nur noch digital aufzubewahren. Heute gibt es noch mal einen weiteren Schwung an Dingen, die man heutzutage nicht mehr körperlich aufheben sollte:

Zettel, Zeitungsausschnitte und andere Papiernotizen

Dieses Zeugs lässt sich kaum vermeiden, aber ich bemühe mich zumindest möglichst wenig davon langfristig aufzuheben. Sachen aus Zeitungen fotografiere ich in der Regel einfach mit dem Handy ab, so entstehen sie gar nicht. Alles andere wandert in den Eingangskorb auf meinen Schreibtisch und wird, wenn es sich um Aufgaben handelt in meine Aufgabenverwaltung abgetippt oder eingescannt und archiviert.

Am leichtesten tut man sich, wenn man gar keinen physikalischen Ort mehr hat, ab dem solche Dinge aufbewahrt werden können. Dann muss man sie ja quasi digital archivieren.

DVDs und Filme

Für die gilt für mich persönlich das gleiche wie schon bei Musik. Ich habe weder VHS Kassetten, DVDs, Bluerays noch einen entsprechenden Player. Auch diese Dinge kann kann, leider im Moment noch gegen den Wunsch der Kinoindustrie viel besser und platzsparender auf Festplatten ablegen. Bestehende DVDs lassen sich, unter zuhilfename von Anleitungen und Software aus dem Internet inzwischen sehr einfach rippen und auf Festplatte archivieren. Solange man das Original mal in der Hand hatte, ist das soweit ich weiss, auch nicht verboten.

Bei alten Videokasetten ist das zwar etwas komplizierter, aber wenn es sich nicht um die eigenen Urlaubserinnerungen handelt, schaut den alten Mist doch eh keiner mehr an. Also weg damit oder online irgendwie neu besorgen, bzw. kaufen. Bei eigenen Filmen lohnt sich vielleicht der Aufwand, sich entsprechende Hardware zu besorgen und das ganze einmal durchzudigitalisieren. Oder es gibt Anbieter die das gegen Geld für einen übernehmen. Soll so um die 10 EUR für 120 Minuten kosten. Wenn man nur 3 wichtige Filme hat, durchaus überlegenswert, ehe man sich in die Materie selbst einarbeiten muss und dann hinterher für Equipment viel mehr ausgibt.

Bedienungsanleitungen

Die Dinger eignen sich hervorragend dazu nur noch digital aufgehoben zu werden. Wegwerfen traut man sich nicht, weil man könnte sie ja noch einmal brauchen, aber in Wirklichkeit kuckt nach der ersten Inbetriebnahme eh niemand mehr rein. Manche nicht einmal dann. Ausserdem kann man die Dinger meistens aus dem Internet runterladen und muss sie nicht einmal scannen.

Wenn ich ein neues Gerät auspacke, kucke ich gleich online nach ob es eine PDF Anleitung gibt und lege die einfach ab. Falls nicht, scanne ich die beigelegt Anleitung und werfe das Original dann einfach weg. Manchmal muss man sie zerschneiden, damit sie in den Scanner passt, aber das ist immer noch besser als das Ding rumliegen zu haben. Das tolle an der PDF Version ist, dass man gleich Koreanisch und die anderen nicht nützlichen Sprachversionen rauslöschen kann.

Kontoauszüge und Kreditkartenabrechnungen

Ich bin mir da nicht ganz sicher, aber ich glaube es gibt in Deutschland noch die gesetzliche Verpflichtung, dass die Banken sicherstellen müssen, dass man seine Kontoauszüge wirklich erhält und sie nicht in einem Onlinearchiv versauern. Deswegen schicken sie sie einem, wenn man sie schon länger nicht mehr als PDF heruntergeladen hat, immer noch zu.

Eigentlich bearbeite ich mein Konto nur noch mit OutBank oder StarMoney, also interessieren mich weder die Auszüge aus Papier noch die PDFs. Trotzdem lade ich sie runter, schon alleine deswegen, damit ich sie nicht noch auf Papier bekomme und dann shreddern und entsorgen muss.

Nur in einem Fall bekomme ich noch eine Papierversion, die wandert sofort nach dem Öffnen des Briefes durch den Scanner und dann durch den Aktenvernichter. Achtung, hier kommt es auf die richtige Reihenfolge an.

Das wars für heute. Morgen gibt es noch einmal einen Post mit weiteren Dingen, die sich prima digital archivieren lassen.

(Bild CC)

5 responses to Paperless: Was kann man alles digitalisieren? (Teil 2)

  1. Interessante Ideen. Ich handhabe es ähnlich, gerade was den Eingangskorb angeht. In Bezug auf Anleitungen werfe ich diese meist einfach weg, bisher hat es nicht geschadet. Von DVDs und Blu-Ray komme Ich bisher auch nicht weg, ich mag es sie im Regal stehen zu sehen. Aber Im Prinzip hast du schon recht, bei Musik bin ich ein Spotify sei dank schon lange komplett digital.

  2. Was verwendest du eigentlich als Aufgabenverwaltung? :)

Trackbacks and Pingbacks:

  1. 100% digital: Was kann man alles digitalisieren? (Teil 3) | jhein.de - 12. October 2012

    […] digital archivieren kann. Im ersten Teil waren das Musik, Bilder, Visitenkarten und Bücher und im zweiten Teil Notizen, Filme, Bedienungsanleitungen und Kontoauszüge. Heute gibt es den dritten und letzten Teil dazu. Die Serie insgesamt geht dann nächste Woche […]

  2. Paperless: Aktueller Stand | jhein.de - 13. March 2013

    […] Paperless: Was kann man alles digitalisieren? (Teil 2) […]

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